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Leichte Trennwand mit Rahmensystem aus Holz

Leichte Trennwände werden häufig mit Rahmenkonstruktionen errichtet. Grundsätzlich wird hierbei zwischen Systemen aus Metall und Holz unterschieden. Wobei bei Holz massive Kanthölzer oder Holzwerkstoffe wie Furnierschichtholz zum Einsatz kommen.

Furnierschichtholz hat im Vergleich zu Massivholz den Vorteil, dass es weniger schwindet und quillt. Zudem besitzt dieser Holzwerkstoff eine höhere Festigkeit und ist damit ideal für die Errichtung von Trennwänden. Und der Aufbau geht auch noch spielend einfach und schnell, kann der Heimwerker doch dank der Systembauteile mit einfachen Werkzeugen auskommen. Zudem sind keine zusätzliche Verstärkung und keine Metallwinkel für die Holzverbindungen notwendig. Die einzelnen Teile werden einfach mit speziellen Metallklammern verbunden.

Bevor mit dem Aufbau des Holz-Rahmensystems begonnen werden kann, muss zunächst einmal der Wandverlauf auf beiden Seiten des Raums markiert werden. Die Markierungen werden dann mit einer Schnur verbunden, so dass an ihr die Wand ausgerichtet werden kann. Im Detail wird das Bodenprofil an der Richtschnur angelegt. Die Stelle, an der später die Tür sein soll, wird dabei ausgespart. Das Profil muss demnach auf die erforderliche Länge abgesägt werden. Müssen mehrere Profile hintereinander verlegt werden, so sind diese stumpf aneinander zu stoßen. Zwischen Profil und Fußboden sorgt ein Dichtungsband dafür, dass die Schallübertragung minimiert wird. Das selbstklebende Dichtungsband wird auf einer Nutseite befestigt.

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Die Profile werden bei Holzböden mit Spaxschrauben, bei einem Fliesenboden oder bei Estrich mit Schrauben mit Dübeln befestigt. Der maximale Schraubenabstand beträgt einen Meter. Nicht geschraubt werden sollten die Profile bei einer Fußbodenheizung. Hier kann ein Montagekleber zur Befestigung verwendet werden. Nun geht es an das Montieren der Wandprofile. Dazu muss zunächst die Raumhöhe zwischen Bodenprofil und der Decke gemessen werden. Die Länge des Wandprofils ergibt sich dann aus dem gemessenen Wert abzüglich der Stärke des Deckenprofils und abzüglich sechs Millimetern für das Untermaß. Dieses wird benötigt, um die Profile mit den Montageklammern einstellen zu können.

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Nachdem das Maß ermittelt wurde, können die Wandprofile zugesägt und an die Wand geschraubt werden. Ein Dichtungsband zwischen Wand und Profil sorgt wieder für die Schallentkopplung. Mit der Wasserwaage wird kontrolliert, ob das Profil lotrecht ist. Im nächsten Schritt werden die Deckenprofile befestigt. Mit einer Richtschnur von Wandprofil zu Wandprofil lässt sich die Lage der Deckenprofile markieren. Befestigt werden die Deckenprofile genau wie die Bodenprofile mit Schrauben und Dübeln bzw. Holzschrauben bei einer Holzdecke. Der Abstand der Schrauben darf maximal einen Meter betragen. Der Rahmen des Wandsystems steht jetzt, nun kommen die senkrechten sogenannten Stiele an die Reihe.

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Die Stiele besitzen im Prinzip die gleiche Länge wie Wandprofile. Im Prinzip deshalb, weil sich insbesondere bei Altbauten durch Unebenheiten in Decke oder Boden schon einmal Abweichungen von einigen Zentimetern ergeben können. Im Zweifel muss jeder einzelne Stiel ausgemessen werden, bevor er zugesägt wird. Der Abstand der Stiele ergibt sich aus dem Maß und der Art der Wandbekleidung (also aus der Breite der OSB-Platten, Gipskartonplatten usw.). Maximal darf der Stielabstand jedoch 85 cm betragen. Gemessen wird von Wand bis Mitte erster Stiel bzw. von Mitte zu Mitte benachbarter Stiele. Wie anfangs schon erwähnt, erfolgen die Verbindungen ganz einfach mit Klammern. Diese Montageklammern werden auf beiden Seiten des Stiels befestigt. Der Stiel wird dann leicht schräg in die Nut des Bodenprofils eingelegt und anschließend aufgerichtet. Durch das Untermaß ist das Kippen über die Ecken möglich. Mit der Wasserwaage wird der Stiel lotrecht ausgerichtet. Zudem ist der Abstand zum benachbarten Stiel bzw. zur Wand zu überprüfen.

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Wurde der Stiel etwas zu kurz gesägt, kann er dennoch verwendet werden. Die Länge lässt sich durch Herausziehen der Klammer etwas korrigieren. Durch Unterlegen eines Holzstückes oder durch eine Schraube lässt sich die Klammer in der gewünschten Höhe fixieren. An der Stelle, wo später die Tür hin soll, muss ein Querriegel eingepasst werden. Dazu wird zunächst die Türhöhe angerissen, wobei spätere Bodenaufbauten mit berücksichtigt werden müssen. Nach dem Zusägen wird der Querriegel an die ermittelte Stelle geschraubt. Querriegel sind auch überall dort zu empfehlen, wo später Hängeschränke oder Regale angeschraubt werden sollen. Damit man später diese Stellen wieder findet, sollte man sich die Maße mm-genau notieren und eventuell auch noch Fotos vom Innenleben machen.

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Nun geht es an das Beplanken der Wand. Hierfür können Gipskartonplatten, Gipsfaserplatten, OSB-Platten, Sperrholzplatten, Paneele oder Profilholz verwendet werden. Zunächst werden die Platten lediglich auf der einen Seite angebracht, sofern noch Dämmlagen eingebracht oder Installationsleitungen verlegt werden sollen. Mit einer Dämmung kann der Schallschutz, aber auch der Brandschutz erhöht werden. Um Kabel oder Leitungen durchführen zu können, müssen die Stiele von Nutseite zu Nutseite im erforderlichen Durchmesser durchbohrt werden. Sind die Arbeiten am Innenleben der Wand abgeschlossen, folgt die Beplankung der zweiten Wandseite. Um die Dämmwerte insbesondere beim Schallschutz zu verbessern, kann auch eine doppelte Beplankung vorgenommen werden. Unter Schrägen lassen sich die nötigen Winkel mit einer Schmiege übertragen. Die Befestigung erfolgt hier nicht mit Klammern, sondern mit Schrauben.