Eurobaustoff - Die Fachhndler: StartseiteZur Startseite

Wege und Terrassen umweltschonend anlegen

Terrassen und Wege machen einen Garten erst zu dem, was er sein soll: Ein Ort, an dem man sich gerne aufhält und der im Sommer zum zweiten Wohnzimmer wird. Ein Problem gibt es allerdings dabei – der Garten kommt nicht ohne Terrassen und Wege aus und wird dadurch teilweise versiegelt.

Die Folgen der zunehmenden Flächenversiegelung sind bei jedem stärkeren Regenguss zu sehen: Straßen werden zu Bachläufen und Keller laufen voll, weil die Kanalisation die Regenmassen nicht mehr aufnehmen kann. Auch Kläranlagen sind mit der Wasserfülle überfordert und so gelangen große Teile des Wassers ungereinigt in Flüsse und andere Gewässer. Das ist dann der Zeitpunkt, an denen die Bewohnern der Kölner oder Passauer Altstadt oder des Oderbruchs in Betriebsamkeit verfallen, denn die nächste Flut ist nicht mehr fern.

©
©

Damit unseren Mitbürgern, die in der Nähe eines Flusses wohnen, dies nicht mehr so häufig passiert, kann jeder Eigenheimbesitzer mit eigenem Garten seinen kleinen Beitrag leisten. Er kann Wege und Terrassen, aber auch Stellplätze und Garagenzufahrten so anlegen, dass Regenwasser versickern kann und nicht in der Kanalisation landet. Oft sind es auch die einfachen Dinge, die etwas zur Umweltentlastung beitragen. Es mag zwar für den Hausbesitzer ganz praktisch sein, wenn er den Vorgarten plattiert – denn dann braucht er kein Unkraut mehr zu jäten. Doch sieht ein Beet oder eine Wiese nicht viel schöner aus? Den ganzen Kleinstlebewesen gefällt das allemal viel besser. Zumal zum Bespiel Bienen, Maulwürfe und Schnecken für unser Ökosystem unabdingbar sind.

Wer für solche Argumente nicht offen ist, der lässt sich sicherlich von monetären Überlegungen leiten. Und da ist es so, dass in vielen Städten und Gemeinden bereits eine Niederschlagswassergebühr erhoben wird. Die richtet sich nach dem Anteil der versiegelten Flächen eines Grundstücks. Durch „Überfliegung“ und „Luftfotografie“ stellen die Gemeinden zunehmend fest, wer inzwischen weitere Flächen vor, neben und hinter seinem Haus versiegelt hat. Dazu gehören dann neben den Dachflächen eben auch die Flächen für Gartenhäuser, Terrassen, Wege oder Stellplätze. Es lohnt sich also auch für den Geldbeutel, wenn Wege und Terrassen entsiegelt werden.

Die Entsiegelung von Terrassen und Wegen funktioniert natürlich nur, wenn auch der Unterbau wasserdurchlässig ist. Ein lehmiger, toniger Boden lässt Wasser nur langsam nach unten versickern, so dass die Gefahr besteht, dass Regenwasser schneller zur Kanalisation fließt, als es vollständig versickert. Hier empfiehlt sich, den Boden vor dem Bau von Terrasse oder Gartenweg ca. 30 cm tief auszuschachten und mit einem Kies-Sand-Gemisch aufzufüllen. Diese Schicht wirkt dann zum einen als Drainage, denn es kann sich jede Menge Wasser zwischen den einzelnen Körnern sammeln. Zum anderen ist eine Kiesschicht immer ein guter Unterbau für Wege und Terrassen. In solch einer Schicht kann zum Beispiel kein Wasser durch Kohäsionskräfte nach oben steigen, was die Gefahr von Frostschäden mindert. Auf der Kiesschicht können dann verschiedene Arten von Belägen verlegt werden.

Bei sogenanntem Porenpflaster beträgt die Versickerungsleistung zum Beispiel nahezu 100 Prozent. Optisch ist ein solches Pflaster von herkömmlichen Betonsteinen kaum zu unterscheiden. Diese Betonsteine besitzen jedoch große Poren und sind wasser- und luftdurchlässig. Manche dieser Steine sind sogar in der Lage, Benzin- öder Ölreste aus dem Oberflächenwasser zu filtern. Insbesondere für Stellplätze ist Porenpflaster daher natürlich sehr gut geeignet. Es spricht jedoch auch nichts dagegen, damit einen Gartenweg oder eine Terrasse anzulegen. Ebenfalls für Terrassen eignen sich Splittfugenpflaster. Dies sind „normale“ Pflastersteine bzw. Betonplatten, deren Fugen mit Splitt oder Sand gefüllt sind. Die Versickerungsleistung bei Splittfugenpflaster beträgt allerdings nur 50 Prozent. Die von öffentlichen Parkplätzen her bekannten Rasengittersteine sind zwar der Feind von High Heels, aber für Garagenzufahrten absolut empfehlenswert. Bei den Fachhändlern der EUROBAUSTOFF sind auch Rasengitter aus Kunststoff erhältlich, deren Zwischenräume mit Rasenerde gefüllt und auf die Rasensamen
ausgebracht wird. Hier versickert das Oberflächenwasser nahezu zu 100 %.

©
©

Von der Optik ist eine Holzterrasse kaum zu toppen. Und versiegelt wird die Fläche durch die Holzterrasse auch nicht, sofern nicht gerade eine Betonplatte als Unterbau fungiert. In der Regel wird die Holzterrasse jedoch auf sogenannten Punktfundamenten gelagert. Dies können einzelne Terrassenplatten sein oder einbetonierte Betonanker. Da die Holzdielen in kleinem Abstand zueinander verlegt werden, gelangt das Regenwasser problemlos durch die Fugen ins Erdreich. So ist eine Holzterrasse nicht nur ein Hingucker, sondern hilft sogar noch dabei, die Umwelt zu entlasten. Man kann auf einer Holzterrasse also völlig unbeschwert seinen Feierabend verbringen.

Holz kann auch für das Anlegen von Gartenwegen verwendet werden – und zwar in Form von Holzpflaster, das es aus Rund- oder Kantholz besteht. Bei Holzpflaster handelt es sich um imprägnierte Hölzer, die mit der Stirnseite nach oben auf einem wasserdurchlässigen Untergrund ausgelegt werden. Einhundert Prozent des Regenwassers werden durch das Holzpflaster zwar nicht versickert, doch immerhin die Hälfte des Wassers verschwindet in der Erde. Allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass bei Regen Holzpflaster schlüpfrig ist.

Auf Gartenwegen und –flächen aus Kies, insbesondere weißem Zierkies oder Splitt versickert das Regenwasser ebenfalls zu 100 %. Kein TV-Film vor einer Schlosskulisse, auf der nicht eine Luxus-Limousine über knirschenden Kies anfährt.
Der Nachteil ist natürlich, dass Kies und Split auch auf den Rasen geschleudert werden und dort für stumpfe Messer im Rasenmäher sorgen. Auf Splittdecken sollte bei Kleinkindern sowieso verzichtet werden, da Splitt scharfkantig und damit verletzungsgefährdend ist.

Wer Schotter alleine langweilig findet, für den ist der Schotterrasen eine Alternative. Dieser Rasen besteht aus einer Mischung aus Humus, Sand und Schotter und verspricht eine Versickerungsleistung zwischen 70 und 100 Prozent.