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Die Unterschiede bei Fensterbänken für drinnen und draußen

Fensterbank ist gleich Fensterbank – sollte man eigentlich meinen. Dem ist jedoch nicht so, werden Fensterbänke für drinnen und draußen doch ganz unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt und müssen verschiedene Aufgaben wahrnehmen.

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Knallt auf eine Außenfensterbank aus Metall im Sommer so richtig die Sonne, lassen sich darauf Spiegeleier braten. Im Winter eignet sie sich jedoch höchstens zur Zubereitung von Eiswürfeln. Und empfindlich gegen Feuchtigkeit und Nässe dürfen Außenfensterbänke auch nicht sein. Innenfensterbänke werden hingegen eher für Blumentöpfe oder als Standplatz beim Fensterputzen genutzt, was nicht ungefährlich ist – eine Leiter zu nutzen, ist allemal sicherer. Fenster müssen also hinsichtlich der Belastungsfähigkeit einiges abkönnen. Einen weiteren Unterschied zwischen Außen- und Innenfensterbänken gibt es noch: Außenfensterbänke sind zumeist Bestandteil des Fensters und Innenfensterbänke nicht.

Innenfensterbänke gibt es aus den verschiedensten Materialien wie Holz, Holzwerkstoffen, Beton – und Kunstwerksteinen. Und wer es etwas edler haben möchte, der entscheidet sich für Fensterbänke aus poliertem Marmor oder Granit. In Küchen oder Bädern werden sie zudem häufig gefliest. In diesem Fall „baut“ der Fliesenleger die Fensterbank ein. Die Fensterbank ist dann bündig mit der Wand. In anderen Fällen ragt sie aber auch in den Raum hinein. Ist die Bank bis 20 Zentimeter breit, genügt es, wenn sie zur Hälfte längs am Mauerwerk aufliegt. Hat sie zu wenig Auflager, geht dies zu Lasten der Stabilität. Breite Fensterbänke werden daher häufig auch rechts und links in die Fensterlaibung eingestemmt. Bei schmaleren Bänken reicht es aus, sie in die Laibung einzuputzen. Sind die Fensterbänke z.B. aus schwerem Marmor, so ist meist eine zusätzliche vordere Unterstützung notwendig. Das kann zum Beispiel ein verzinktes Stahlrohr sein. Wichtig bei Innenfensterbänken ist der Anschluss zwischen Fenster und Fensterbank. Dieser muss dicht ausgeführt sein, um einerseits Zugluft zu vermeiden und um andererseits das Eindringen von ablaufendem Schwitzwasser zu verhindern.

Außenfensterbänke haben hingegen vor allem die Aufgabe, das darunter liegende Mauerwerk vor herab laufendem Regenwasser zu schützen. Sie sind im Gegensatz zu Innenfensterbänken auch Bestandteil des Fensters. Wenn die Fensterbank zum Mauerwerk zählt, wird sie auch als Sohlbank bezeichnet. Insbesondere bei Verblendmauerwerk findet man solche Sohlbänke. Zurück zum Regenwasser: Rinnt dieses das Fenster hinab und gelangt dann auf die Fassade, kann dies zu Verfärbungen und Streifenbildung führen. Eine Außenfensterbank benötigt daher eine sogenannte Tropfkante (bei Metallfensterbänken) oder Wasserabreißnut (bei Steinfensterbänken). Die Tropfkante muss mindestens einen Abstand von 20 mm von der Fassade besitzen. Es ist jedoch eher ein Überstand von etwa 30 bis 50 mm über der Außenwand zu empfehlen.

Um Wärmebrücken zu vermeiden, wird zwischen Fensterbank und Brüstungsmauerwerk eine Dämmung eingebaut. Zudem muss die Außenfensterbank ein Gefälle von mindestens 8 % aufweisen, damit das Regenwasser schneller abfließen kann. Neben Metallfensterbänken (Aluminium, Kupfer oder Zinkblech) sind auch Kunststein sowie Natur- oder Betonwerkstein als Material für Außenfensterbänke gebräuchlich. Da Metallfensterbänke bei Regenfällen störende Trommelgeräusche verursachen können, empfiehlt sich insbesondere auf der Wetterseite eine geräuschdämpfende Antidröhnfolie aufzukleben.