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Bauholz – Bretter, Bohlen oder Kanthölzer

Nicht nur beim Holzhaus, auch beim Massivbau spielt Holz auf dem Bau eine wichtige Rolle. So besteht der Dachstuhl meist aus Dachbalken – und die sind aus Holz. Als Gehbelag für Gerüste werden häufig Bohlen verwendet.

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Dabei handelt es sich um besonders starke Holzbretter. „Normale“ Bretter werden wiederum zum Beispiel für Schalungen vor dem Betonieren verwendet. Und Latten sind als Dachlattung nach wie vor nicht wegzudenken. All dieses Holz, das auf dem Bau verwendet wird, nennt man Bauholz. Zum Bauholz werden auch Holzwerkstoffe wie Spanplatten oder Sperrholzplatten sowie Rundhölzer gezählt. Letztere werden zum Beispiel für Stützen oder Pfosten verwendet. Rundhölzer sind auch das Ausgangsmaterial für die sogenannten „Schnitthölzer“. Das sind die bereits erwähnten Bohlen, Balken, Bretter oder Latten. Werden Schnitthölzer miteinander verklebt, so entsteht Brettschichtholz, das ebenfalls gerne als Bauholz verwendet wird.

Schnittholz wird nur aus bestimmten Bauteilen eines Stammes gesägt. Die Krone eines Baumstamms eignet sich nur als Brennholz. Auch der Teil unter der Krone ist nicht für Schnittholz geeignet, weil er stark astig ist. Dieses Holz wird von der Industrie zu Zellulose oder Spanplatten verarbeitet. Darunter kommt das Zopfstück, das zumindest zur Herstellung von Kanthölzern geeignet ist. Noch ein Stückchen tiefer fängt der Mittelstamm an. Er ist schon etwas weniger astig und lässt sich zu Bohlen, Brettern und Kanthölzern verarbeiten. Der unterste Teil eines Baumstamms wird als Erdstamm bezeichnet. Er ist am begehrtesten (weil astarm) und die Latten, Leisten, Bretter oder Bohlen werden zum Beispiel für Möbel oder hochbelastbare Bauteile verwendet.

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Ganzholz, einstielig
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Halbholz, zweistielig
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dreistielig
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Kreuzholz, vierstielig

Schnitthölzer erhalten im Sägewerk mit einer sogenannten Gattersäge die gewünschten Abmessungen. So entstehen dann zum Beispiel Balken oder Kanthölzer als Ganzholz, Halbholz oder Kreuzholz. Der Fachmann spricht auch von ein-, zwei-, drei- oder vierstielig. Ganzholz ist beispielsweise einstielig und quadratisch. Es wird aus dem ganzen Stamm gesägt. Vier Balken bzw. Kanthölzer entstehen hingegen beim Kreuzschnitt, der daher auch als vierstielig bezeichnet wird. Ist der Querschnitt nicht quadratisch, sondern rechteckig, wird von Halbholz gesprochen. Aus einem Rundholz werden dann zwei oder drei Balken oder Kanthölzer gesägt. Je nach Einschnittart hat das Holz ein anderes Schwundverhalten. Das liegt daran, dass die Jahresringe unterschiedlich liegen. Ein Kantholz ist nach DIN 4074, die sich mit Bauholz beschäftigt, mehr als 40 mm dick und höchstens 120 mm breit. Ein Balken muss mindestens 200 mm dick sein.

Scharfschnitt

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Riftschnitt

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Halbriftschnitt

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Modellschnitt

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Prismenschritt, Schritt 1

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Prismenschritt, Schritt 2

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Bretter und Bohlen werden mit der Vollgattersäge auf unterschiedliche Weise geschnitten. So gibt es zum Beispiel den Scharf-, Rift-, Halbrift-, Modell- oder Prismenschnitt. Bei einigen dieser Einschnittarten sind mehrere Sägedurchgänge notwendig. Am Ende kommen dann Bretter und Bohlen mit unterschiedlichen Eigenschaften heraus. Besonders beliebt sind Bretter mit stehenden Jahresringen, da diese weniger arbeiten bzw. sie ihre Form weniger verändern. Der Fachmann spricht hier von Mittelbrettern. Bei Seitenbrettern liegen die Jahresringe dagegen mehr seitlich, sie können sich daher leichter verwölben. Manchmal gibt es unbesäumte Bretter oder Bohlen im Holzhandel, bei ihnen wurde die Rinde dann nicht weggenommen. Unbesäumte Bretter werden zum Beispiel für Zäune verwendet oder um dem Inneren einer Bar einen Wild-West-Look zu verpassen. Bretter haben nach DIN 4074 eine Dicke von weniger als 40 mm und eine Breite von mehr als 80 mm. Sind die Bretter dicker als 40 mm, so werden sie als Bohlen bezeichnet, wobei die Breite mindestens 120 mm betragen muss.