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Dachdämmung – welche Möglichkeiten gibt es?

Ein kluger Mensch hat einmal ausgerechnet, dass allein durch die Dämmung des Daches bis zu 25 Prozent der Heizkosten eingespart werden können. Dies gilt insbesondere für Häuser, die vor 1980 gebaut wurden und deren Dach bislang noch nicht gedämmt worden ist.

Doch auch wenn die Dachdämmung bereits über 15 Jahre alt ist, lassen sich die Energiekosten durch zusätzliches Dämmen gewaltig senken. In Zeiten immer weiter steigender Energiepreise sollte man sich über eine Dachdämmung wirklich Gedanken machen, zumal man durch Energieeinsparung auch aktiv etwas zum Umweltschutz beiträgt. Bei der Dachdämmung gibt es grundsätzlich drei Varianten, die auch problemlos miteinander kombiniert werden können. Neben der Aufsparrendämmung stehen dem Hausbesitzer noch die Zwischensparrendämmung und die Untersparrendämmung als Alternative zur Verfügung.

Dachdämmung von oben – die Aufsparrendämmung

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Bei der Aufsparrendämmung bzw. Vollflächendämmung liegt die Wärmedämmung oberhalb der Dachsparren. Diese Variante besitzt mehrere Vorteile: Zunächst einmal werden die Sparren komplett überdeckt. Dadurch sind Wärmebrücken ausgeschlossen, es kann also keine Wärme über die Sparren nach draußen entweichen. Durch die vollflächige Verlegung ist zudem die geforderte Wind- und Luftdichtheit sehr viel einfacher herzustellen. Ein weiterer Vorteil der Aufsparrendämmung ist sicherlich, dass der Dämmstoff den Wohnraum nicht verkleinert, weil er sich ja außerhalb des Gebäudes befindet. Als schöner Nebeneffekt liegen dann die Balken im Dachraum frei, was der Wohnatmosphäre sicherlich nicht abträglich ist.

Bei einem Neubau müssen die Balken zudem nicht nach der Stärke der Dämmung bemessen werden, sondern es reicht vollkommen aus, sie nach statischen Erfordernissen zu dimensionieren. Was material- und damit auch geldschonend ist, weil die Balken dann geringere Abmessungen haben können. Ein Nachteil der Aufsparrendämmung ist sicherlich, dass sie nur zusammen mit einer Dachneueindeckung zu realisieren ist. Bei einer Sanierung kommt sie daher aus Kostengründen nur in Frage, wenn auch eine neue Dacheindeckung fällig wird. Etwas Gutes gibt es dabei aber dann doch – während der Dachsanierung kann das Leben unter dem Dach so weiter gehen wie bisher. Lärm, Schmutz und Arbeiter bleiben draußen. Auf eines muss der Bauherr bei der Aufsparrendämmung noch achten: Unter Umständen wird eine Genehmigung von der Baubehörde fällig, da sich die Giebelhöhe und auch die Ästhetik des Hauses verändert.

Wie der Aufbau einer Aufsparrendämmung im Detail aussieht, hängt vom verwendeten Dämmstoff ab. Verwendet werden können z.B. Dämmstoffe aus Mineralwolle, Hartschaum oder Holzfaserdämmplatten. Die Dämmstoffe müssen auf jeden Fall druckbelastbar sein und dürfen sich auch bei großer Hitze nicht groß verformen. Und die Hitze direkt unter den Dachziegeln kann enorm groß werden. Verlegt werden die Dämmstoffe auf einer Holzschalung, die auch als Sichtschalung fungiert, sofern zwischen den Sparren nicht gedämmt wird. Auf der Dämmung werden eine Konterlattung und die Dachlatten befestigt, an die schließlich die Dachziegel eingehängt werden. Die benötigte Unterdeckbahn ist häufig bereits auf den Dämmstoff aufkaschiert, dadurch kann dann ein Arbeitsschritt entfallen.

Zwischensparrendämmung – die Dämmung zwischen den Dachbalken

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Wie der Name bereits verrät, wird der Dämmstoff bei einer Zwischensparrendämmung zwischen den Dachbalken angebracht. Diese Variante ist besonders heimwerkerfreundlich, weil alle Arbeiten vom sicheren Dachraum aus vorgenommen werden können. Dies ist bei der oben beschriebenen Aufsparrendämmung nicht der Fall, die besser den Profis überlassen werden sollte, die auch die nötigen Sicherungsmaßnahmen einfacher einhalten können. Die Zwischensparrendämmung wird nach heutigem Stand der Technik meist luftdicht als Warmdach ausgeführt. Das bedeutet, dass die ganze Sparrenhöhe mit Dämmmaterial ohne Luftschicht ausgefüllt wird. Darauf kommt dann von innen noch eine luftdichte Dampfbremse. Diese schützt die Dämmung vor Feuchtigkeitseintrag von innen.

Als Dämmstoffe für die Zwischensparrendämmung haben sich Mineralwolle, Holzfaserweichplatten oder Schaumsysteme etabliert. Aber auch natürliche Dämmstoffe wie Flachs und Hanf, Schafwolle oder Zellulose sind möglich. In der Regel wird der Dämmstoff (z.B. in Form von Dämmkeilen) zwischen die Sparren geklemmt. Ein Problem bei den Anforderungen, welche von der Energieeinsparverordnung an die Wärmedämmung gestellt werden, ist meist die Höhe der Sparren. Diese sind meist zwischen 10 und 14 cm hoch, was als Dämmstoffdicke in aller Regel nicht ausreicht. So ist dann häufig eine Erhöhung der Sparren durch Aufdopplung oder ein Beiholz notwendig. Wie dick die Wärmedämmung sein muss, hängt vor allem davon ab, welcher Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG) diese angehört. Je niedriger der Wert, desto geringer kann die Dämmstoffstärke ausfallen.

Untersparrendämmung – Wärmebrücken reduzieren

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Wie die Zwischensparrendämmung auch, ist die Untersparrendämmung eine Form der Innendämmung. Sie wird meist zusätzlich zur Zwischensparrendämmung vorgenommen. Dies geschieht zum einen, um die Wärmebrücken an den Sparren wirksam zu reduzieren. Zum anderen kann die Untersparrendämmung bei fehlender Sparrenhöhe dazu beitragen, die geforderte Dämmstoffstärke zu erreichen. Auch wenn die bestehende Dachstuhlverkleidung nicht angetastet werden soll, kann eine Untersparrendämmung nachträglich noch ohne Probleme angebracht und somit die Dämmung verstärkt werden. Der Dämmstoff wird hierbei zwischen eine angeschraubte Traglattung geklemmt. Diese wird senkrecht zu den Sparren montiert. Die Stärke der Dämmung richtet sich hierbei nach der Dicke der Latten. Als Dämmstoffe kommen wieder die gleichen wie bei der Zwischensparrendämmung in Frage. Je nach Aufbau der vorhandenen Dämmung muss anschließend noch eine Dampfbremse bzw. Dampfsperre angebracht werden. Abschließend kann der Aufbau mit Gipskartonplatten, OSB-Platten oder Profilholz verkleidet werden.