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Sicher wohnen: Brandschutz in den eigenen vier Wänden

Wer eine Wohnung oder ein Haus kauft oder mietet, der interessiert sich hauptsächlich für die Lage und den optischen Zustand. Wie es in Sachen Brandschutz aussieht, ist vielen erst einmal egal. Wenn es dann aber wirklich einmal brennt, ist das Wehklagen groß, wenn sich das ganze Hab und Gut in Rauch aufgelöst hat.

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Schlimmstenfalls kommt es zudem auch noch zu Personenschäden oder gar Todesfällen. Daher macht es durchaus Sinn, sich schon vorher um den Brandschutz zu kümmern. Von baulicher Seite ist es zum Beispiel wichtig zu wissen, welche Materialien wo und wie verbaut wurden. Bei älteren Häusern und Wohnungen sollte sich zudem ein Fachmann regelmäßig die Elektrik anschauen, die immer wieder eine Brandursache ist. Zudem kann jeder mit einfachen Mitteln selbst etwas für den Brandschutz tun.

In Sachen baulicher Brandschutz kommt es ganz entscheidend auf das Brandverhalten von Baustoffen und Bauprodukten an. So ist es z.B. wenig ratsam, eine brennbare Verkleidung (wie zum Beispiel Polystyrol-Hartschaumplatten) zu wählen. Nicht brennbare oder schwer entflammbare Verkleidungen wie Gipskartonplatten sind da schon eher geeignet. Die Klassifizierung erfolgt ab dem 01.07.2012 mit der DIN EN 13501, bislang war dafür die DIN 4102  zuständig. Die Beurteilung des Brandverhaltens erfolgt nach den Klassen A-F, zusätzlich werden die Baustoffe und Bauprodukte hinsichtlich der Rauchentwicklung (s1 bis s3) und des brennenden Abttropfens/Abfallens (d0 bis d2) unterschieden. Dies sieht in einer Tabelle folgendermaßen aus:

Klassifizierung von Baustoffen nach ihrem Brandverhalten

Deutsche Bauaufsichtliche BenennungZusatzinformationenEuropäische Klasse nach DIN EN 13501-1Klasse nach DIN 4102-1
Kein RauchKein brennbares Abfallen/Abtropfen
Nicht brennbarxxA1A1
A2 - s1 d0A2
Schwer entflammbar


xxB,C - s1 d0B1



xB,C - s3 d0
xB,C - s1 d2
B,C - s3 d2
Normal entflammbar

xD - s3 d0B2


D - s3 d2
E - d2
Leicht entflammbarFB3

s1: keine/kaum Rauchentwicklung / s2: begrenzte Rauchentwicklung / s3: unbeschränkte Rauchentwicklung   
d0: kein Abtropfen/Abfallen / d1: begrenztes Abtropfen/Abfallen / d2: starkes Abtropfen/Abfallen

Neben dem Brandverhalten ist auch der Feuerwiderstand für den Brandschutz elementar wichtig. Je länger ein Bauteil sich dem Brand widersetzen kann, desto langsamer breitet sich das Feuer aus. Es sollte beim Thema Brandschutz daher stets auf die Feuerwiderstandsdauer geachtet werden. Diese wird in Minuten angegeben und beträgt nach DIN z.B. bei Wänden F 30, F 60, F 90 oder F 180. Auch Türen (T), Verglasungen (G) oder Lüftungsleitungen (L) werden auf diese Weise klassifiziert. Bei der neuen DIN EN 13501-2 ist das alles etwas abstrakter. Hier werden die Werte aus einer Kombination von einzelnen Eigenschaften gekoppelt daraus ein Zeitwert gebildet. Tabellarisch sieht das dann folgendermaßen aus:

Feuerwiderstandsklassen nach DIN EN 13501-2

Deutsche Bauaufsichtliche BenennungTragende Bauteile ohne RaumabschlussTragende Bauteile mit RaumabschlussNichttragende InnenwändeNichttragende Außenwände
FeuerhemmendR30REI30EI30 E30 (i→o) oder E30 (i←o)
HochfeuerhemmendR60REI60EI60 E60 (i→o) oder E60 (i←o)
FeuerbeständigR90REI90EI90 E90 (i→o) oder E90 (i←o)
Feuerwiderstand 120 MinutenR120REI120
BrandwandREI-M90EI-M90

R: Tragfähigkeit   
E: Raumabschluss   
I: Wärmedämmung (unter Brandeinwirkung)
M: Mechanische Einwirkung auf Wände
i→o: Richtung der klassifizierten Feuerwiderstandsdauer

Doch nicht nur die verwendeten Materialien tragen zum Brandschutz bei, auch die Verhaltensweise der Hausbewohner hilft, Feuer zu vermeiden. In der Küche wird beispielsweise oft mit großer Hitze gearbeitet, entsprechend ist die Brandgefahr dort höher als in anderen Räumen. Es kann sich zum Beispiel heißes Öl entzünden oder ein auf der heißen Herdplatte abgelegtes Küchenpapier. Auch Kaminöfen oder offene Kamine stellen eine ständige Gefahr dar. Asche aus einem Kamin muss immer in einen Metalleimer gefüllt werden. Bevor diese dann in die Mülltonne wandert, sollten mindestens 24 Stunden ins Land ziehen. Die Mülltonnen selbst sollten nicht an oder unter einem Gebäude abgestellt werden. Schnell sind die Tonnen aus Plastik in Brand geraten, die Gefahr, dass das Haus dann mit angesteckt wird, ist groß. Treppenhäuser sollten zudem nicht als Abstellräume missbraucht werden, da das Feuer sich im Brandfall umso schneller ausbreiten kann, je mehr Brennbares sich dort befindet.

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Was auch in keinem Privathaushalt fehlen sollte sind Rauchmelder. In vielen Bundesländern sind sie bereits vorgeschrieben, aber auch sonst sollte nicht auf sie verzichtet werden, da sie Leben retten können. Die meisten Brandtoten sterben nämlich nicht durch die Flammen, sondern an einer Rauchvergiftung. Der Rauchmelder bemerkt die gefährlichen Brandgase auch nachts, wenn alle schlafen. So bekommt man den nötigen Vorsprung, um sich und seine Familie in Sicherheit zu bringen. Ein Feuerlöscher sollte ebenfalls in keiner Wohnung fehlen. Dieser sollte nicht nur vorhanden sein, sondern auch bedient werden können. Zudem sollte er etwa alle zwei Jahre überprüft werden. Wo Rauchmelder und Feuerlöscher platziert werden, zeigt obige Grafik. Rauchschutztüren oder Feuerschutztüren dürfen ebenfalls nicht fehlen, um einzelne Etagen, den Keller, den Dachboden oder einzelne Wohnungen in einem Gebäude voneinander zu trennen. Sie verhindern, dass sich Rauch und Feuer allzu schnell über das ganze Haus ausbreiten.