Eurobaustoff - Die Fachhndler: StartseiteZur Startseite

Fachhändler in Ihrer Nähe

Rohbau

Vom Keller bis zum Dach:
Fundament, Dach, Fassade & Mauerwerk

Innenausbau

Neubau und Modernisierung:
Bad, Dachausbau, Treppen, Türen & Fenster, Boden/Wand/Decke und mehr..

Außenbereich

Alles für Garten & Landschaft, Garage und Anbauten

Fundamente – ein Überblick über die Gründungsarten

Jeder Hausbau fängt zunächst mit der Gründung, dem sogenannten Fundament an. Das ist ganz unabhängig davon, ob ein Haus einen Keller erhält oder nicht. Das Fundament hat zuallererst die Aufgabe, die Lasten des Hauses aufzunehmen und in den Untergrund zu leiten.

©

Dabei sollte der Untergrund nicht nachgeben. Da dieser jedoch unterschiedlich aufgebaut ist, gibt es auch keine Standardlösung für ein Fundament. Grundsätzlich werden zum Beispiel Fundamentplatten, Streifenfundamente und Punktfundamente unterschieden. Für den Laien ist das alles Bodenplatte, womit er gar nicht so falsch liegt, denn eine geschlossene Betondecke hat heutzutage nahezu jedes Haus. Früher war das noch anders, als der Kellerboden häufig aus gestampftem Lehm bestand. Davon ist man jedoch längst abgekommen, vor allem deshalb, weil das Haus auch nach unten abgedichtet werden muss. Das gilt sowohl in Bezug auf die Feuchtigkeit, als auch hinsichtlich des Wärmeschutzes.

Welche der Fundamentarten zum Einsatz kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Es kommt zum Beispiel auf die Tragfähigkeit des Bodens und auf die zu erwartenden Belastungen an, ob ein Streifenfundament, Punktfundament oder eine Fundamentplatte angelegt wird. Früher waren Streifenfundamente sehr beliebt. Sie werden unter den tragenden Wänden angeordnet und sind etwa doppelt so breit wie die auf ihr stehende Wand. Die einzelnen Streifenfundamente werden mit einer geschlossenen Betondecke miteinander verbunden. Diese kann jedoch dünner ausfallen als eine reine Fundamentplatte, die dicker als 30 cm sein kann.

©
Wasserundurchlässige Bodenplatte
©
Umlaufendes Streifenfundament

Soll die Bodenplatte wasserundurchlässig sein, muss sie erstens aus WU-Beton bestehen und zweitens eine Stärke von mindestens 25 cm aufweisen. In vielen Fällen werden heute beim Hausbau Fundamentplatten eingebaut. Das liegt u.a. auch daran, dass sie einfacher auszuführen sind. Das Ausheben der Schächte für die Streifenfundamente ist doch recht aufwändig und mitunter kompliziert, wenn der Grundriss es ebenfalls ist. Punktfundamente schließlich werden notwendig, wenn größere Einzellasten (z.B. aus Pfeilern) abgetragen werden müssen.

Frostfrei muss ein Fundament auf jeden Fall gegründet sein, da ist es ganz egal, ob es sich um ein Streifenfundament, Einzelfundament oder eine Fundamentplatte handelt. Frostfrei bedeutet in unseren Breitengraden, dass die Fundamente mindestens 80 cm tief gegründet werden müssen. Geht es in die Berge, müssen die Fundamente sogar noch tiefer ins Erdreich eingebunden werden. Das ist häufig ein Problem, insbesondere wenn ohne Keller gebaut werden soll. In der Praxis wird daher häufig eine außen umlaufende Frostschürze oder ein außen umlaufendes Streifenfundament vorgesehen.

Wenn es keinen Keller gibt, muss ein Fundament auf jeden Fall von unten gedämmt werden. Die Dämmung ist aber auch bei einem Keller sinnvoll, da ansonsten die Kellerdecke gedämmt werden muss. Verschiedene Hersteller bieten fertige Systeme an, in die sogar eine Fußbodenheizung integriert sein kann. In diesem Fall ist der nachträgliche Einbau eines Heizestrichs überflüssig. Ob die Bodenplatte gedämmt wird oder nicht – eine kapillarbrechende Schicht unter dem Fundament ist auf jeden Fall notwendig. Diese verhindert, dass Feuchtigkeit unter dem Haus nach oben steigt und es durch den Frost-Tau-Wechsel zu Untergrundbewegungen kommt.

©

Der genaue Aufbau unter dem Fundament sieht dann beispielsweise folgendermaßen aus: Auf der oben beschriebenen kapillarbrechenden Schicht (Schotter oder Kies) kommt eine Sauberkeitsschicht, die zum Beispiel aus Magerbeton besteht. Dann kommt die Dämmschicht (z.B. in Form von XPS-Platten). Die Dämmung kann aber auch oberhalb der Bodenplatte angeordnet werden. Die Feuchtisolierung erfolgt mit PE-Folien oder PVC-Folien. Anstelle dieses Aufbaus kann auch Glasschaum-Granulat verwendet werden. Dann kann auf den üblichen Schichtenaufbau bei Dämmung gegen das Erdreich verzichtet werden. Die Bodenplatte wird direkt auf das Glasschaum-Granulat gegossen. Gegebenenfalls muss je nach Restfeuchtigkeit noch auf der Bodenplatte eine Folie verlegt werden, bevor die Mauern hochgezogen werden oder ein Fertighaus errichtet wird.