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Edelputze – Make-up für die Wände

Laut Definition werden unter Edelputzen weiße und farbige mineralische Werk-Trockenmörtel verstanden, die zur Herstellung von Oberputzen nach DIN V 18550 verwendet werden. Der Verbraucher hält sich nicht unbedingt an diese Regel, für ihn sind Edelputze alle Putze, die die Wand oder Fassade verschönern.

Dazu werden zum Beispiel auch Kunstharzputze verwendet, die optisch häufig die gleiche Struktur wie mineralische Edelputze aufweisen. Bei diesen wird zwischen dünn- und dickschichtigen Edelputzen unterschieden. Dünnschichtige Edelputze werden in Korndicke und in unterschiedlichen Strukturen aufgetragen. Diese Edelputze wie Reibeputz, Rillenputz, Scheibenputz oder Münchner Rauputz werden gerieben. Die Schichtdicke ergibt sich beim dünnschichtigen Edelputz aus der Korngröße des Strukturkorns und beträgt in der Regel zwischen zwei und fünf Millimeter. Wesentlich stärker ist die Putzschicht bei dickschichtigen Edelputzen, nämlich zwischen 10 und 15 Millimeter. Bei diesen Putzen ist die Schichtdicke größer als die maximale Korngröße. Modellierputze, Kratzputze, Filzputze oder Kellenwurfputze zählen zu den Dickschichtputzen.

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Rillenputz
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Scheibenputz

Ein Klassiker unter den Edelputzen ist der Münchner Rauputz, bei dem es sich um einen Rillenputz handelt. Für diesen Putz wird ein Mörtel mit rundem Strukturkorn mit einer Glättkelle aufgetragen, scharf abgezogen und gerieben. Je nachdem, welche Korngröße verwendet und wie abgezogen wird, entstehen unterschiedliche Strukturen. Wird der Putz mit dem Reibebrett waagerecht abgezogen, entsteht eine andere Putzstruktur als beim runden Abreiben. Rillenputze gibt es entweder als Trockenmörtel oder in pastöser Form als Kunstharzputz. Eine wesentlich feinere Struktur, die der des Kratzputzes ähnelt, hat der Scheibenputz, bei dem zudem ein gebrochenes Strukturkorn verwendet wird. Der Scheibenputz wird mit der Glättkelle aufgetragen und anschließend auf Korngröße abgezogen und gerieben. So lassen sich je nach Korngröße verschiedene Optiken erzielen. Scheibenputze werden als Kalk-Zement-Putze, Siliconharzputze, Kaliwasserglasputze oder Dispersionsputze im Handel angeboten. Als mineralische Putze und Kunstharzputze sind Reibeputze erhältlich, denen Zuschläge aus Rundkorn zugegeben werden. Die typische Struktur entsteht durch das Abreiben mit dem Reibebrett, wobei verschiedene Reibrichtungen möglich sind. Die Putze gibt es für drinnen und draußen.

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Kratzputz
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Modellierputz

Zu den klassischen Dickschichtputzen zählt der Kratzputz. Diese Putze können nur mit mineralischen Bindemitteln aus Kalk oder Zement hergestellt werden. Als Zuschlag werden sehr eckige Splittkörner mit einer Größe von einem bis neun Millimeter verwendet, so dass der Putz noch mit der Maschine aufgebracht werden kann. Beim Verputzen mit der Hand können aber auch größere Körner zugemischt werden. Bei einlagiger Putzausführung beträgt die Schichtdicke etwa 20 bis 25 Millimeter. Diese verringert sich durch das Abkratzen der Oberfläche mit dem Nagelbrett auf acht bis zehn Millimeter. Die Putzfläche muss dafür erhärtet sein. Übrig bleibt die charakteristische Struktur des Kratzputzes mit seinen herausspringenden Körnern.

Ganz individuelle Flächen oder gar Kunstwerke lassen sich mit Modellierputz kreieren. Dieser Putz wird in beliebiger Dicke aufgetragen und anschließend ganz nach Geschmack mit einem Spachtel oder der Kelle frei strukturiert. Wesentlich dezenter geht es beim Filzputz auf Kalk-Zement-Basis zu. Mit ihm wird zwar eine völlig glatte Oberfläche vermieden, doch die Strukturierung ist sehr unauffällig und kaum wahrnehmbar. Filzputze werden zunächst mit der Kelle oder dem Spachtel aufgetragen und anschließend mit einer Schwammscheibe „abgefilzt“.