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Mineralwolle – aus dem Bauwesen nicht wegzudenken

Bereits seit über 100 Jahren gibt es die Mineralwolle. Seitdem verschwindet sie unter Dächern, hinter Wänden oder unter Fußböden, um den Schall zu dämpfen oder die Wärme im Haus zu halten. Mineralwolle – das bedeutete früher entweder Glaswolle oder Steinwolle.

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Heute ist der Übergang eher fließend, weil sich die Zutaten zunehmend vermischen. Es gibt aber noch Ausnahmen wie die reine Schlacken- oder Basaltwolle. Wurde früher jeder Hautkontakt von heftigem Juckreiz begleitet, so hat sich dies im Laufe der Jahre um einiges gebessert. Manche Hersteller bieten sogar besonders hautfreundliche Mineralwolle an. Und auch der früher diskutierte Verdacht einer Gesundheitsgefährdung durch die Fasern der Mineralwolle ist längst weitgehend ausgeräumt. Bei den heute in Europa angebotenen Mineralwolle-Dämmstoffen besteht nach Meinung von Experten keine Krebsgefahr.

Obwohl sich die Mineralwolle in den vergangenen hundert Jahren stetig weiterentwickelt hat, blieb das Grundprinzip der Fertigung beibehalten.
Mineralfasern werden aus einer großen Anzahl von Rohstoffen wie Altglas, Mineralien und Schlacken hergestellt. Diese werden bei Temperaturen zwischen 1.200 und 1.600 Grad Celcius geschmolzen. Die flüssige Masse wird anschließend auf drei verschiedene Weisen zu Fasern verarbeitet: dem Ziehverfahren, dem Blasverfahren und dem Schleuderverfahren - wobei das Ziehverfahren nur zur Herstellung von Endlosfasern im Textilbereich zum Einsatz kommt. Beim Schleuderverfahren entstehen die Fasern durch eine Zentrifugalkraft, beim Blasverfahren zerfasert die Schmelze durch Anblasen. In der Praxis wird die Mineralwolle häufig in zweistufigen Verfahren wie dem Schleuder-Ziehverfahren oder dem Schleuder-Blasverfahren hergestellt. Nach dem Zerfasern stehen noch weitere Produktionsschritte an, bis das Produkt seine endgültige Bestimmung als Dämmfilz, Dämmplatte usw. erreicht hat.

Mineralwolle zählt zu den am meisten verwendeten Dämmstoffen. Das liegt sicherlich daran, dass sie neben einer hohen Wärmedämmfähigkeit auch gute Schalldämmeigenschaften besitzt. Zudem gehört Mineralwolle der Brandschutzklasse A an – sie ist also nicht brennbar. Das hat gerade unter dem Dach so manches Leben gerettet. Mineralwolle hat eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit. Bestimmt wird diese vor allem durch den großen Anteil an Luft im Dämmstoff. Bei steigenden Temperaturen nimmt die Wärmeleitung durch die Luft allerdings zu, was insbesondere beim sommerlichen Wärmeschutz zu beachten ist. Und da gehören insbesondere unter dem Dach neben der Dämmschicht eben auch ausreichende Belüftung, Sonnenschutz und eine eventuell hohe Wärmekapazität der Dachflächenbekleidung mit dazu. Im Bereich des Schallschutzes ist bei Mineralwolle insbesondere die Trittschalldämmung zu nennen. Aber auch in Bereich von Decke oder Wand wird Mineralwolle gerne als Schallschutzmaterial verwendet.

Sowohl für den Neubau als auch für die Altbausanierung gibt es zahlreiche Produkte aus Mineralwolle. Lose Mineralwolle kommt zum Beispiel zum Stopfen von großen oder schwer zugänglichen Hohlräumen zum Einsatz. Auch wenn die räumlichen Gegebenheiten den Einsatz von sperrigen Dämmplatten nicht erlauben, hat die in Säcken angelieferte lose Mineralwolle ihre Vorteile. Zwischen den Sparren eignen sich insbesondere die sogenannten Dämmfilze. Die komprimierten Filze können ohne Hilfsmittel einfach zwischen die Sparren geklemmt werden. Filze gibt es auch mit aufkaschierter Dampfbremse. Vielseitige Anwendungsbereiche besitzen Mineralwolleplatten, die kaschiert oder unkaschiert angeboten werden. Als druckbelastbare Platten werden mit ihnen Flachdächer gedämmt. Sie können aber auch als elastische, weichfedernde Dämmung bei leichten Trennwänden Anwendung finden. Auch zur Kerndämmung bei zweischaligem Mauerwerk werden Mineralwolleplatten verwendet.

Mineralwolleplatten werden aber auch gerne unter einem schwimmenden Estrich verlegt oder bei biegeweichen Vorsatzschalen und zur Innendämmung verwendet. Weitere Anwendungsbereiche von Mineralwolleplatten sind Fassadendämmung, Trittschalldämmung oder Trennfugen zwischen Reihenhäusern. Nicht zuletzt wird Mineralwolle auch bei der Rohrummantelung eingesetzt. Als vorgefertigte Lamellenmatten oder Rohrschalen sind sie mit Aluminiumfolien kaschiert oder unkaschiert erhältlich. Man sieht also: Mineralwolle ist aus dem Bauwesen nicht wegzudenken.