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Neubau, Ausbau, Modernisierung – was schafft der geübte Heimwerker?

Während Ausbau und  Modernisierung Arbeiten sind, an die sich der geübte Heimwerker gerne selbst heran macht, ist der Neubau in Eigenleistung nur etwas für Bauherren, die selbst Bauhandwerker sind, über breite Schultern und „dicke“ Arme verfügen und die auf eine Gruppe von freiwilligen Helfern zurückgreifen können.

Bauen in Eigenleistung wurde nach 1948 staatlich gefördert. Hunderttausende Flüchtlinge mussten untergebracht werden und das geschah durch Selbsthilfe in Bauvereinen und Siedlungsgenossenschaften. Beim Bau einer Siedlung mit 30 oder 50  Häusern mussten alle Bauherren mitarbeiten, bis das letzte Haus stand. Auch heute noch werden in dörflichen Bereichen Häuser in Eigenleistung errichtet. Die Kameraden vom Sportverein, von der Freiwilligen Feuerwehr oder vom Schützenverein legen mit Hand an.

Ohne Bauplan und Statik gibt es natürlich keine Baugenehmigung. Da muss der Selberbauer also schon einen Architekten oder Bauingenieur beauftragen. Nun kann es losgehen mit dem Erdaushub, denn die meisten Häuser werden ja unterkellert. Was der Bagger in drei Tagen schafft, schafft eine Freiwilligen-Mannschaft in zwei Wochen, Blasen an den Händen inbegriffen. Das Erdreich kann nun nicht etwa auf dem Grundstück verteilt werden, was ja bedeuten würde, dass der gewachsene Mutterboden unter dem möglicherweise lehmigen Aushub erstickt. Es müssen also Lkws an- und den Aushub abfahren.

Von Bodenplatte oder Keller zum Mauerwerk

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Wird auf den Keller verzichtet, muss nur ein Ringfundament für die Bodenplatte (Foto) angelegt werden. Das schafft der Selberbauer im Alleingang, braucht aber für die exakte Verschalung einen Helfer. Die eigentliche Bodenplatte wird er kaum selbst betonieren, sondern sich den frischen Beton anliefern lassen. Den ebenmäßig und glatt zu verteilen, wäre die nächste nicht zu unterschätzende Aufgabe.

Sind die Fundamente und die Bodenplatte gegossen, können die Wände gemauert werden. Ob Kellerwände oder Innen- und Außenwände: Der Fachhandel bietet hier verschiedene Systeme an, die dem Bauherrn das Leben erleichtern. Und das im Sinne des Wortes, wenn er mit den leichten (aber hoch belastbaren) Porenbetonsteinen baut. Je nach System werden diese mit Nut und Feder angeboten, so dass sich Stein an Stein fast wie von selbst fügt.

Eine beliebte Alternative sind die Hohlkammer-Ziegelsteine, die heutzutage nicht mehr nur hohl sind, sondern eine wärmegedämmtes Innenleben haben Auch hier bietet der Fachhandel Systemsteine für die Kelleraußenwand oder für die Innenwände an. Entscheidet sich der Bauherr für Schalungssteine, die innen auf der Baustelle mit Beton ausgegossen werden, muss er darauf achten, dass der Beton auch überall hin fließt. Diese Steine werden vor allem als komplette Bausätze von Firmen angeboten, die sog. Bausatzhäuser vertreiben.

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Bleiben wir im Bereich des Kellers. Der Bauherr kann die Außenwände durchaus selbst abdichten. Heiß- und kalt zu verklebende Bitumenbahnen stehen ihm zur Verfügung und auch die Bitumen-Dickbeschichtung ist nach wie vor eine Alternative. Bei Neubau ebenso wie bei der Sanierung, also dem Aufgraben der Kellerwände, kommt die sogenannte Perimeterdämmung zum Zuge. Die aufeinander abgestimmten Materialien hält der Fachhandel bereit. Bei Bodenfeuchtigkeit, nicht stauendem Sickerwasser und bei drückendem Wasser ist eine Drainage unabdingbar. Auch diese kann der Bauherr oder routinierte Heimwerker selbst anlegen bzw. einbauen.

Die sanitäre und die Elektro-Installation

Ein Haus braucht Versorgungsleitungen für Frischwasser, Abwasser, Gas und Strom. Die Anschlüsse selbst vorzunehmen, wird auch dem geübten Heimwerker schwer fallen, zumal er Spezialwerkzeug braucht – zum Beispiel zum Verpressen Wasser führender Leitungen. Um den Heizkessel und den Warmwasserboiler und die Gasleitungen 100 % sicher einzubauen und anzuschließen, wird er – wenn er nicht gerade selbst Installateur ist – auf fachliche Assistenz zurückgreifen müssen. Das gilt erst recht für elektrische Leistungen, denn auch ein Haus braucht Starkstrom. Und da betritt der Heimwerker ein Feld, auf dem Lebensgefahr bestehen kann. Letztendlich müssen Heizung und Stromversorgung sowieso von einem Meisterbetrieb „abgenommen“ werden.

Für den Bau eines neuen Schornsteins ebenso wie bei Sanierungen für das Einziehen der schmaleren Abgasrohre in den vorhandenen Kaminschacht, wie es nach dem Einbau moderner Heizungsanlagen erforderlich wird, gibt es im Fachhandel ebenfalls abgestimmte Systeme. Hier ist dem geübten Heimwerker die Montage durchaus zuzutrauen, aber der Schornsteinfeger wird sowieso die Funktionalität überprüfen.

Der Innenausbau

Das Mauern der Innenwände, den Einbau von Fenstern und Türen sind Gewerke, die ein Bauherr selbst bewältigen kann. Fertigfenster und Türen samt Zargen kann er im Fachhandel bestellen. Bei den Fenstern muss er auf den heutzutage erforderlichen winddichten Einbau achten und die Anschlüsse in der Laibung hundertprozentig abdichten, damit die Kälte draußen bleibt. Den Einbau der Innentüren kann er im Alleingang schaffen. Für den Einbau der schwereren Haustür sind zwei Helfer erforderlich.

Nun sind die Mauern im Innern des Hauses fertig, wobei viele Bauherren auch großflächige Gipsfaserplatten verwenden, die schnell verklebt werden können
und sehr belastbar sind. Werden die Fugen sauber verspachtelt, hat man eine tapezierfähige Wand. Gemauerte Innenwände, sofern nicht als dekorative Ziegelwand vorgesehen und in einem gefälligen sog. Verband gemauert, müssen natürlich verputzt werden. Wer das noch nie gemacht hat, sollte im Keller sein Glück versuchen, wo „Hubbel“ nicht so tragisch sind. Im Wohnraum selbst ist die Sache kritischer. Verputzen ist ein Spezial-Handwerk und so mancher Heimwerker hat seine Putzkünste dann hinter einer Wand aus Gipskartonplatten verborgen.

Für Gipskartonplatten gibt es ausgefuchste Bausysteme. Bei Modernisierungen sind diese Platten heutzutage fast unverzichtbar. Trennwände aus Gipskartonplatten können innen schön mit Wärmedämm- und Schalldämm-Material ausgestopft werden und sind in dieser Hinsicht  bei gleicher Mauerstärke den aus Mauersteinen gemauerten Wänden überlegen. Das Tapezieren der Innenwände oder das Auftragen von Rollputz, das sind Arbeiten, die der Heimwerker (und seine Frau) mit links erledigen.

Bodenbeläge, das Eldorado für Heimwerker

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Bodenbeläge anzubringen, ist das Eldorado des Heimwerkers. Bei Neubauten
muss er natürlich einen Fließestrich einbringen oder Estrichverlegeplatten. Die Materialien für beide Systeme erhält er im Fachhandel, wobei die Verlegeplatten die bauherrenfreundlichere Alternative sind, da sie im Gegensatz zum Fließestrich sofort begehbar sind.

Laminat, Fertigparkett, Bdenkeramik oder Teppichboden zu verlegen (und vorher die Trittschalldämmung einzubringen), davor hat der geübte Heimwerker kleine Bange. Bei Bodenkeramik – sprich: Bodenfliesen – sollte er sich nicht überschätzen. Je nachdem, wo Fliesen geklebt werden sollen, geht es nicht nur um die Rutschfestigkeit, sondern auch um das Gefälle. Sonst bleibt in der Dusche neben der Kellersauna das Wasser stehen, statt abzufließen.

Das Anbringen von Armaturen an Waschtischen, Duschen und Badewannen wie auch den Einbau von  Duschwannen und bodengleichen Duschen schafft der Selbermacher-Routinier ohne Probleme. Um Waschtische anzuschrauben,
braucht man aber nicht nur bombenfest in der Wand verankerte Halterungen
oder bei Modernisierungen des Bads die üblichen Vorwandinstallationen, sondern weitere kräftige Hände. Der eine hält den Waschtisch, der andere liegt darunter und verschraubt ihn.

Auf dem Dach hat nicht jeder etwas zu suchen

Zwischendecken werden entweder aus Betonfertigteilen angeliefert, aber solche aus Balken sind auch heute noch üblich. Solche Balken kann ein einzelner Heimwerker begreiflicherweise nicht im Alleingang einbauen, von den Beton-Fertigdecken ganz zu schweigen. So oder so muss der Heimwerker eine sehr gute Trittschalldämmung verlegen und bei einer Holzbalkendecke
auch eine Dampfbremse, damit der Wasserdampf, den die Menschen nun einmal verursachen, nicht in die Holzkonstruktion eindringt.

Was den Dachstuhl und die Dacheindeckung betrifft, so sind wir hier vorsichtig, dem Heimwerker auch Zimmermanns- und Dachdeckerfähigkeiten
zuzutrauen. Wer nicht schwindelfrei ist, hat auf dem Dach sowieso nichts
zu suchen. Und auch wer schwindelfrei ist, sollte bedenken, dass er
wesentlich schneller unten ist, als er hoch gekommen ist. Eine Aufsparrendämmung, sowieso die bessere Alternative, sollte der Handwerker vom Fachhandwerker anlegen lassen. Ansonsten ist die Zwischensparrendämmung bei Modernisierungen ideales Tätigkeitsfeld für den Heimwerker. Der Handel bietet die entsprechenden Dampfbremsfolien, Klebebänder, Dämmstoffe und Holzpaneele sowie die schon erwähnten Gipskartonplatten an.