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Fundament für ein Gartenhaus legen

Wer lange Freude an seinem Gartenhaus haben möchte, der sollte unbedingt ein Fundament anlegen. Ohne Fundament besteht die Gefahr, dass das Holz schnell Schaden annimmt. Außerdem sorgt das Fundament dafür, dass das Gartenhaus nicht ungleichmäßig absackt. Das kann zum Beispiel passieren, wenn das Häuschen lediglich auf Gehwegplatten gelagert oder ganz auf einen Unterbau verzichtet wird.

Eine Bodenplatte oder einbetonierte Punktfundamente sollten es daher schon sein. Eins muss jedoch jeder wissen, der sich ein Gartenhaus zulegen möchte: Ab einer bestimmten Größe ist eine Baugenehmigung notwendig. Diese Bestimmung gilt in der Regel ab einem umbauten Raum von 15 Kubikmetern. Je nach örtlichen Bauvorschriften kann der Wert jedoch variieren. Eine Nachfrage beim Bauamt sorgt hier für Klarheit und verhindert, dass die Behörden einen Rückbau verfügen, was tatsächlich mehrfach geschehen ist.

Eine Bodenplatte für das Gartenhaus

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Die Bodenplatte ist die Luxusausführung für den Unterbau eines Gartenhauses. Die Herstellung solch einer Fundamentplatte funktioniert im Prinzip wie bei einem Einfamilienhaus – nur dass alles etwas kleiner ist. Zunächst werden mit Pflöcken und Schnüren die Maße der Bodenplatte abgesteckt. Danach muss die Baugrube ausgehoben werden, wobei diese umlaufend etwa 15 cm größer als die Bodenplatte sein sollte. Die Ausschachtung für die Bodenplatte sollte mindestens 30 cm tief sein, damit darin eine 15 cm dicke Schotterschicht und die 15 cm dicke Betonplatte Platz finden.

Anschließend wird die Bodenplatte eingeschalt. Dazu nimmt man Bretter mit einer Breite, die der Dicke des späteren Fundaments entspricht. Das vereinfacht das Abziehen der frischen Betonoberfläche. Damit die Schalung in der vorgesehenen Stellung bleibt, werden Kanthölzer an die Bretter genagelt und in den Boden getrieben. Nun kann die kapillarbrechende ( kein Wasser in dieser Schicht kann nach oben dringen, wobei es aber im schlimmsten Fall gefrieren kann ) Schotterschicht in Form einer Kies- und Sandmischung eingebracht werden. So wird Frostschäden vorgebeugt. Der Kies sollte mit einem Stampfer verdichtet werden, um den Porenraum zu verringern. Um zu verhindern, dass der Kies der Bodenplatte zu schnell Wasser entzieht, wird nun noch eine PE-Folie ausgelegt.

Jetzt geht es ans Betonieren. Optimal ist es natürlich, wenn dazu Beton aus dem Betonwerk verwendet wird, der eine gleichbleibende Qualität besitzt. Das ist die teurere Variante, wer sparen muss bzw. möchte, kann daher auch auf selbst gemischten Beton zurückgreifen. Der Beton wird ca. 5 cm hoch innerhalb der Schalung verteilt. Dann wird die sogenannte Bewehrung eingelegt. Dabei handelt es sich um Stahlmatten, die ganzflächig verteilt werden. Dazu müssen diese in der Regel noch zugeschnitten werden. Ganz bis an den Rand dürfen sie jedoch nicht verlegt werden, da sie ansonsten anfangen zu rosten. Es ist daher ein Abstand von ca. 3 cm zum Fundamentrand einzuhalten. Die Bewehrung verhindert im Übrigen, dass die Fundamentplatte Risse bekommt. Auf die Stahlmatten kommt dann die zweite Lage Beton, die bis zur Oberkante der Schalung reicht.

In dem noch frischen Beton wird mit einem Stock „herum gestochert“, um diesen zu verdichten. Um eine glatte Oberfläche zu erhalten, wird der Beton schließlich mit einer Richtlatte oder einem langen, geraden Brett abgezogen. Wird das Fundament im Sommer bei großer Hitze gegossen, ist unbedingt darauf zu achten, dass der Beton nicht zu schnell abtrocknet, da es sonst zu Rissen führen würde. Der Beton ist daher regelmäßig mit einem Gartenschlauch einzusprühen und feucht zu halten. Zusätzlich verhindert eine Plane die zu schnelle Austrocknung. Beton bekommt relativ schnell eine gewisse Grundfestigkeit, weshalb die Schalung nach ein, zwei Tagen entfernt werden kann. Voll belastet sollte die Betonplatte allerdings erst nach zwei bis drei Wochen werden.

Punktfundamente für das Gartenhaus

Wer weniger Beton anrühren möchte, für den sind Punktfundamente die Alternative zur Bodenplatte. Wer auf Punktfundamente vertraut, sollte jedoch bedenken, dass diese setzungsanfälliger als eine Bodenplatte sind, da die Lasteinleitung auf wenige Punkte beschränkt ist. Finden sich vor Ort unterschiedliche Bodenverhältnisse vor, sollte man nicht unbedingt mit Punktfundamenten arbeiten, da die Gefahr darin besteht, dass das Gartenhaus eines Tages schief steht. Auch bei weniger tragfähigen oder sandigen Böden sollte man sich nicht unbedingt für diese Art von Fundament entscheiden.

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Die einfachste Variante von Punktfundamenten sind die Einschlaghülsen, die mit einem Vorschlaghammer in den Boden getrieben werden. Anschließend werden die Ständer des Gartenhauses in die Hülsen geschoben und verschraubt. Da nur die wenigsten Gartenhäuser in dieser Ständerbauweise errichtet werden, sollte man auf Punktfundamente aus Beton zurückgreifen. Auch vom Aufbau eines Gartenhauses auf einem Fundament, das lediglich aus ausgelegten Gehwegplatten besteht, ist abzuraten.

Über die Größe des zu erstellenden Fundaments gibt der Fundamentplan Auskunft, der bei jedem seriösen Gartenhausanbieter zum Lieferumfang zählt. Beim Abstand der einzelnen Punktfundamente zueinander gilt die Faustregel: Je stärker die Fundamentbalken des Gartenhauses, desto größer kann der Abstand zwischen den Fundamenten gewählt werden. Ist der Abstand allerdings zu groß, besteht die Gefahr, dass sich die Balken später durchbiegen. Wählt man den Abstand zu gering, steigen Aufwand und Materialbedarf.

Ein Punktfundament sollte mindestens die Abmessungen von 50 x 50 cm besitzen und 80 cm tief sein. In dieser Tiefe ist in unseren Breitengraden die Frostgrenze erreicht. Es besteht im Winter also nicht die Gefahr von Frostschäden. Wer in kalten Gegenden oder im Gebirge wohnt, muss entsprechend tiefer graben, um in den frostfreien Bereich zu gelangen. Ist die Lage der Fundamente festgelegt, wird mit dem Ausschachten begonnen. Je nach Bodenbeschaffenheit kann eine Schalung notwendig werden. Die lässt sich ganz einfach aus Spanplatten oder OSB-Platten zusammennageln. Nun kann mit dem Betonieren begonnen werden.

Soll das Gartenhaus später an Betonankern befestigt werden, müssen diese beim Betonieren mit eingelegt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass diese absolut lotrecht ausgerichtet werden. Häufig kann jedoch auf die Anker verzichtet werden. Anschließend werden die Fundamenthölzer des Gartenhauses einfach auf die Punktfundamente gelegt. Damit keine Feuchtigkeit nach oben in das Holz steigt, wird noch Dachpappe oder eine andere Feuchtigkeitssperre zwischen Beton und Holz eingebracht. Mit dem Aufstellen des Gartenhauses sollte erst zwei bis drei Wochen nach dem Betonieren begonnen werden, denn dann erst hat der Beton die erforderliche Festigkeit erreicht.