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Wie man Mörtel und Beton selbst anmischt

Bei größeren Bauvorhaben wird Beton durch Fahrmischer direkt aus dem Betonwerk zur Baustelle befördert. Das macht auch Sinn, besitzt der fertig angemischte Beton doch immer die gleiche Qualität.

Diese ist notwendig, damit die Berechnungen des Statikers auch eingehalten werden. Kleinere Mengen Mörtel oder Beton für den Hausgebrauch können Selbermacher aber auch eigenhändig anrühren. Bei der Herstellung von Beton werden Zement, Sand und Kies sowie Wasser benötigt. Der Zement ist bei Beton das Bindemittel, Sand und Kies sind der sogenannte Zuschlag, der neuerdings auch als Gesteinskörnung bezeichnet wird. Wasser und Zement bilden zusammen den sogenannten Zementleim. Erhärtet der Zementleim, wird daraus Zementstein.

Ein Teil des verwendeten Wassers verdunstet während des Erhärtungsvorgangs, ein großer Teil wird jedoch für die sogenannte Hydratation benötigt. Erst durch diese chemische Reaktion erhärtet der Beton. Steht zu wenig Wasser zur Verfügung, wird der maximal mögliche Hydratationsgrad nicht erreicht. Wird zu viel Wasser verwendet, bilden sich im Beton Poren, die zu Lasten der Betonqualität gehen. Wie viel Wasser genau benötigt wird, lässt sich so pauschal nicht sagen. Das hängt auch von der Außentemperatur, der Luftfeuchtigkeit und der Feuchtigkeit des Zuschlags ab. Bei kleineren Betonierarbeiten ist man aber mit einem halben Liter Wasser auf einem Kilogramm Zement auf der sicheren Seite.

Wer einen Sandstrand vor seinem Haus hat, sollte darauf verzichten, diesen zu Beton zu verarbeiten. Die darin enthaltenen Salze verhindern das vollständige Abbinden des Betons. Man sollte daher zu Maurer- und Mörtelsand greifen. Ansonsten nimmt man am besten einen Kies der Körnung 0/16 und Portlandzement PZ 35. Vier Teile Kies und ein Teil Zement ergeben die perfekte Mischung. Dazu kommt noch der halbe Liter Wasser auf ein Kilogramm Zement. Fertig angemischt kann der Beton dann zum Einbetonieren von Gartenzaunpfosten oder für andere kleinere Betonierarbeiten verwendet werden.

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Beim Anmischen von Mörtel ist zunächst einmal zu beachten, dass es verschiedene Arten von Mörtel für das Verbinden von Mauersteinen gibt. Kalkmörtel ist zum Beispiel nur zugelassen für mindestens 24 cm dickes Mauerwerk bei unbelasteten Wänden, die zudem höchsten zwei Geschosse hoch werden dürfen. Auch eine Außenschale darf nicht mit Kalkmörtel vermauert werden. Kalkmörtel besteht aus Kalk, Sand und Wasser, der aus drei Teilen Sand und einem Teil Kalkhydrat zusammengemischt wird. Statt Kalkhydrat kann auch hydraulischer Kalk oder Kalkteig verwendet werden, bei dem sich der Sandanteil auf vier Raumteile erhöht.

Soll es besonders widerstandsfähig werden, kommt Zementmörtel zum Einsatz. Er wird zum Beispiel für Gewölbe, Pfeiler oder bewehrtes Mauerwerk verwendet. Angemischt wird er aus einem Teil Zement und vier Teilen Sand. Zementmörtel binden schnell ab und sind wasserdicht, aber schwer zu verarbeiten. Will der Heimwerker es sich leichter machen, kommen dann die Kalkzementmörtel ins Spiel. Durch den Kalkanteil steigt die Verarbeitungsfähigkeit, der Zement im Mörtel erhöht die Widerstandsfähigkeit. Kalkzementmörtel kann daher auch für fast alle Anwendungsfälle genutzt werden, außer es ist eigens ein Zementmörtel vorgeschrieben. Kalkzementmörtel besteht logischerweise aus Kalk, ferner aus Zement, Sand und Wasser zu verschiedenen Teilen. Üblich sind zum Beispiel zwei Teile Kalkhydrat bzw. hydraulischer Kalk, ein Teil Zement und acht Teile Sand. Möglich sind aber auch sechs Teile Sand und je ein Teil Zement und Kalk. Dieser Kalkzementmörtel besitzt eine erhöhte Widerstandsfähigkeit, da der Zementanteil höher ist.

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Beton und Mörtel anrühren

Anrührmethode kleine Menge

Mörtel

  • Sand mit dem Zement und/oder dem Kalk vermischen (1)
  • nach und nach Wasser zufügen bis zur gewünschten Konsistenz (2)
  • Mischen (3)
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Durchschnittliche Menge

Auf einer ebenen und sauberen Fläche (Kasten oder Blech)

  • Zement und/oder Kalk auf den vorzugsweise trockenen Sand geben (4)
  • Immer neue Häufchen bilden bis zum Erhalt einer gleichmäßigen Mischung  (5)
  • Mit der Schaufel in der Mitte des Häufchens eine Vertiefung bilden (6)
  • Ein wenig Wasser in das Loch gießen
  • Nach und nach die Mischung mit dem Rücken der Schaufel zur Mitte der Vertiefung bringen (7)
  • Mischen, indem man nach und nach Wasser in die Vertiefung zufügt (8)
  • Die Mischung muss gleichmäßig und leicht glänzend sein (9)
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  • Sand auf den Kies geben (4)
  • Sand und Kies mischen
  • Zement hinzugeben
  • Mischen erfolgt wie beim Anrühren von Mörtel

Größere Mengen

  • Bei laufendem Betonmischer 2/3 des benötigten Wassers eingießen
  • Sand und Zement hinzufügen
  • Rest des Wassers hinzufügen
  • Ca. 3 bis 4 Minuten laufen lassen
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  • Nachdem 2/3 des Wassers eingegossen wurde, Sand, Kies und dann Zement zufügen
  • Rest des Wassers hinzufügen
  • Ca. 3 bis 4 Minuten laufen lassen