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Kunststoffe - ihre Verwendung, ihre Eigenschaften

Kunststoffe nehmen im Baubereich ein immer breiteres Feld ein. Ob als Zusatz für Mörtel oder Beton, ob für Regenrinnen, Terrassenabdeckungen, Abdichtungen, Fenster oder Dämmungen, es gibt kaum einen Bereich, der ohne Kunststoffe auskommt.

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Technisch betrachtet wird zwischen Elastomeren, Plastomeren und Duroplasten unterschieden. Bei Duroplasten handelt es sich um harte, nicht verformbare Kunststoffe, die sich auch beim Erwärmen nicht erweichen. Vertreter dieser Kunststoffgruppe sind Phenolharz, Melamin und Polyester. Thermoplaste schmelzen hingegen beim Erwärmen und lassen sich dann in jede beliebige Form bringen. Bekannte Thermoplaste sind zum Beispiel PVC, Polyethylen (PE), Polystyrol oder Acrylglas. Schließlich gibt es noch die Elastomere, bei denen es sich um elastische Kunststoffe handelt. Wichtige Elastomere sind Silikonkautschuk, Buthyl-Kautschuk oder Polyurethan (PUR). Wobei der Übergang von elastisch zu plastisch oft fließend ist.

Insbesondere für die Abdichtung kommen bevorzugt plastische bzw. elastische Kunststoffe zum Einsatz. Aus Buthyl-Kautschuk werden zum Beispiel Fugendichtungsmassen oder Fugendichtungsbänder hergestellt. Die Verarbeitung erfolgt durch Schäumen, Spritzen oder Spachteln. Ähnlich sieht es beim Polysulfid-Kautschuk aus, der bevorzugt im Wasserbau oder für Bewegungsfugen zum Einsatz kommt. Ebenfalls in den Bereich „elastisch-plastisch“ ist Silikonkautschuk einzuordnen, der für Abdichtungen, Versiegelungen oder Anschlussfugen verwendet wird. Das Material lässt sich spachteln oder spritzen. Geklebt, geschnitten oder geschweißt wird hingegen Weich-PVC. Dieser Kunststoff ist bis etwa 40 Grad Celcius weich und gummi-elastisch. Mit der Zeit versprödet Weich-PVC aber und ist nicht so chemikalienfest wie Hart-PVC. Aus dem Material werden zum Beispiel Klebebänder für die Elektroisolation, Fugenbänder, Folien, Dichtungsbahnen oder Bodenbeläge hergestellt. Aus Polyisobutylen werden Dichtungsbahnen und Dachbahnen gefertigt. Das Material wird auch zum Dichten und Kleben von Blech, Kupfer, Alu oder Folien auf Mauerwerk und Beton verwendet.

Zu den Thermoplasten zählt Polyethylen. Das Material ist bei normaler Temperatur fest und schmilzt bei etwa 115 Grad Celcius. Polyethylen wird zum Beispiel für Bautenschutzfolien, Verpackungen, Leitungsummantelungen, Rohre, Behälter oder Schläuche verwendet. Das Material ist beständig gegen Säuren, Laugen und Salze, jedoch nur bedingt beständig gegen Lösemittel. Als Dämmstoff ist Polyurethan bekannt (PUR). Bei Verwendung als Dämmstoff ist Polyurethan weich und gummi-elastisch, bei anderer Vernetzung kann das Material aber auch hart und zäh sein. Der Kunststoff wird auch für Mauerwerksinjektionen, als Ortschaum oder für Beschichtungs- und Dichtungsmassen verwendet. PUR lässt sich schweißen, bohren, schäumen oder kleben. Ebenfalls als Dämmstoff wird Polystyrol verwendet, das als Styropor jedem bekannt sein dürfte. Der Kunststoff ist bis etwa 70 Grad Celcius wärmebeständig und im nicht aufgeschäumten Zustand hart und spröde. Als Weißleim für viele Holzverbindungen kommt Polyvinylacetat (PVAC) zum Einsatz. Auch auf der Rückseite von vielen Teppichen findet man den Kunststoff sowie als Zusatzmittel für Putz, Beton und Estrich.   Hart und spröde ist Acrylglas, das eigentlich Polymetylmethacrylat (PMMA) heißt. Der Kunststoff ist glasklar und bis zu einer Temperatur von etwa 90 Grad Celcius fest. Er ist schwer zerbrechlich, jedoch staub- und kratzempfindlich. Da er witterungsbeständig ist, wird er gerne für Lichtkuppeln oder Abdeckungen verwendet. Weitere Einsatzgebiete von Acrylglas sind Türverglasungen, Armaturentafeln, Badewannen oder Duschtassen. Ebenfalls für Bedachungen wird Hart-PVC verwendet, das bis 80 Grad Celcius hart und bis 165 Grad Celcius plastisch weich ist. Das Material lässt sich biegen, bohren, schweißen und kleben. Aus Hart-PVC werden zudem Rohre, Fenster- oder Türrahmen, Rollläden, Dachrinnensysteme oder Profile für Wintergärten oder Fassaden hergestellt.

Harte und spröde Kunststoffe werden aus Epoxidharzen, Melaminharzen oder Phenolharzen gefertigt. Epoxidharze sind honiggelb und im flüssigen Zustand giftig. Auch bei der Verarbeitung entweichen giftige Dämpfe. Sind sie in Kleber oder Beschichtungsstoffen enthalten, muss bei der Verarbeitung daher für eine gute Belüftung gesorgt werden. Epoxidharze können als Zusatzstoff auch in Mörtel oder Beton enthalten sein. Farblos, klar und geruchlos sind hingegen Melamin- bzw. Harnstoffharze. Sie werden zum Beispiel in Holzleimen bei der Herstellung von Schichtpressstoffplatten verwendet. Witterungsbeständig und schwer entflammbar sind Phenolharze, die bei der Herstellung von Holzleimen, Hartschaumplatten oder Kunstharzbeton zum Einsatz kommen. Auch in Ortschaum können Phenolharze enthalten sein.