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Sommerlicher Wärmeschutz – so bleibt es drinnen kühl

Dass ein Haus aus energetischen Gründen für den Winter gut gedämmt sein muss, ist jedermann klar. Doch auch vor der Hitze im Sommer muss das Haus geschützt werden. Sonst drohen in den Räumen tropische Temperaturen und jede Menge Verdruss an heißen Tagen, die in Deutschland von Jahr zu Jahr zunahmen.

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Insbesondere unter dem Dach kann das Wohnen dann unerträglich werden. Sofern man nicht in einem Schloss mit meterdicken Wänden wohnt, ist es dann dringend angeraten, etwas für den sommerlichen Wärmeschutz zu tun. Das fängt bei ganz einfachen Maßnahmen wie einer Verschattung an und endet beim Einbau von Sonnenschutzfenstern oder einer zusätzlichen Wärmedämmung.

Begünstigt wird die Überhitzung der Räume durch den Wunsch nach immer mehr Tageslicht in den Räumen. Die Glasflächen werden immer größer und die Sonnenstrahlen kommen ungehindert überall hin. Das mag im Winter die Heizung entlasten, im Sommer bringt das jedoch Probleme. Moderne Sonnenschutzgläser können hier für Abhilfe sorgen. Diese vermindern eine zu starke Sonneneinstrahlung in ein Gebäude. Erreicht wird dies durch eine Beschichtung oder Färbung des Glases. Gefärbtes Sonnenschutzglas absorbiert die Sonneneinstrahlung und gibt die Energie wieder nach außen ab. Bei beschichtetem Glas wird die Energie hingegen nach außen reflektiert. Der Grad der Sonnenschutzwirkung bei Glas wird durch den sogenannten g-Wert angegeben. Je kleiner dieser Wert, desto besser ist der Sonnenschutz. Gute Sonnenschutzgläser besitzen einen g-Wert von 0,2 bis 0,4. Das bedeutet, dass lediglich 20 bis 40 Prozent der eingestrahlten Sonnenenergie in den Raum gelangt.

Natürlich kann durch Rollos, Rollläden oder Markisen die Sonneneinstrahlung noch weiter reduziert werden. Dabei gilt, dass ein außen angebrachter Sonnenschutz die Hitze besser draußen hält, als ein innen angebrachter. Bei einem innen angebrachten Rollo gelangt die Wärme erst einmal in den Raum und ist dann nur schwer wieder rauszubringen. Nur etwa 10 bis 20 Prozent der Wärme kann damit reduziert werden. Mit außen liegenden hinterlüfteten Jalousien hingegen besteht dieses Problem nicht, lässt sich doch der solare Wärmeeintrag um bis zu 75 Prozent senken. Mit speziellen Sonnenschutzfolien, die auf die Fenster geklebt werden, lässt sich die Wärmeerzeugung sogar um etwa 80 Prozent vermindern. Das nachträgliche Aufbringen von Folien führt jedoch zu einer hohen thermischen Belastung des Glases bei Sonneneinstrahlung. Im schlechtesten Fall kann das Glas dann sogar reißen.

Die Fenster sind jedoch nur ein Teil des sommerlichen Wärmeschutzes. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Wärmedämmung. Gut gedämmte Gebäude halten nämlich nicht nur die Wärme im Winter drinnen, sondern auch die Wärme im Sommer draußen. Die Dämmung ist umso wichtiger, je leichter die Außenwand ist. Bei Baustoffen mit einer hohen Masse kann die Wärme nicht so leicht durchdringen wie beispielsweise bei einem Haus in Holzständerbauweise. Unterschieden werden dabei Außenwände schwerer (> 600 kg/m²), leichter (100 bis 600 kg/m²) und sehr leichter (bis 100 kg/m²) Bauart.

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Der Wahl des richtigen Dämmstoffs ist hier besondere Beachtung zu schenken. Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Dämmstoffen – die eine kann Wärme speichern und die andere nicht. Ob die Wärmespeicherung nun gut ist oder nicht, darüber gehen selbst bei Experten die Meinungen auseinander. Holzfaserdämmplatten sind beispielsweise wärmespeicherfähig. Sie nehmen also während des Tages die Wärme auf und geben sie mit einer Zeitverzögerung in den Nachtstunden wieder ab. Die größte Hitze wird also abgepuffert. Das ist bei Dämmstoffen aus PUR-Hartschaum, Polystyrol oder Mineralwolle nicht der Fall, die ganz schlechte Wärmespeicher sind. Aber auch hier gibt es Stimmen, die genau dies als Vorteil sehen. Ob Dämmstoff mit Wärmespeicherfähigkeit oder nicht – eines ist jedoch unbedingt notwendig: das Haus muss luft- und winddicht ausgebaut sein. Schon kleine Lücken von einem Millimeter sorgen dafür, dass fünfmal soviel Wärme ins Haus gelangen kann.