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Flachpressplatten: OSB-Platten und Spanplatten

Zu den am häufigsten auf dem Bau verwendeten Holzwerkstoffen zählen die Flachpressplatten. Im Handel sind sie zum Beispiel als Spanplatten oder OSB-Platten erhältlich. Beide Plattenarten werden aus Holzspänen und unter Zugabe von Bindemitteln zu Platten gepresst. Der größte Unterschied zwischen den beiden Plattenarten liegt darin, dass bei Spanplatten keine Spanorientierung vorliegt, wohingegen die Späne bei OSB-Platten orientiert sind.

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Oriented Strand Board ist demzufolge die volle Bezeichnung für OSB. Zudem sind die Späne bei einer OSB-Platte größer als bei einer Spanplatte. OSB-Platten werden daher auch als Grobspanplatten bezeichnet.

Flachpressplatten werden auf zwei unterschiedliche Weisen hergestellt: mit dem Taktverfahren und dem kontinuierlichen Verfahren. Dabei sind mehrere Schichten möglich. Darüber hinaus gibt es noch die Strangpressplatten, bei denen es sich ausschließlich um Spanplatten handelt, da die Späne der OSB-Platten für diese Art der Herstellung zu groß sind. Auf diese Weise lassen sich zum Beispiel Röhrenplatten herstellen. Diese besitzen in Pressrichtung verlaufende röhrenförmige Hohlräume zur Gewichtsersparung. Die Füllung von Innentüren besteht zum Beispiel häufig aus Röhrenspanplatten.

Spanplatten sind so beliebt, weil sie universell einsetzbar und leicht zu verarbeiten sind. Zudem sind sie äußerst preiswert. Für perfekten Halt bei Verbindungen sorgen spezielle Spanplattenschrauben. Im Handel werden Spanplatten in roher und geschliffener Ausführung angeboten. Viel verwendet werden sie zum Beispiel beim Möbel- und Innenausbau. Im Selbermacher-Bereich sind zudem Spanplatten mit einer Melaminbeschichtung und Fußboden-Verlegeplatten mit Nut und Feder weit verbreitet. Spanplatten gibt es in Stärken von 7,5 bis 60 mm. Rohe Spanplatten besitzen eine Breite von 2.000 mm bis 2.620 mm und sind bis 7.500 mm lang. Melaminbeschichtete Spanplatten sind im Handel von 2.050 bis 2.550 mm Breite und einer Länge von bis zu 6.700 mm. Je nach Festigkeit, Tragfähigkeit und Feuchtebeständigkeit unterscheidet die DIN EN 312-1 sieben verschiedene Plattentypen.

Spanplatten nach DIN EN 312-1, (früher V 20, V 100 und V 100 G):

allgemeine Verwendung (im statischen Sinne nicht tragend):allgemein verwendbar, auch für im statischen Sinne tragende Bauteilehochbelastbar für im statischen Sinne tragende Bauteile
P1 für leichte Verkleidungen im TrockenbereichP4 TrockenbereichP6 Trockenbereich
P2 für Möbel- und Innenausbau im Trockenbereich
P3 im FeuchtbereichP5 FeuchtbereichP7 Feuchtbereich

Als Beplankungswerkstoff für Wand, Dach und Decke sind OSB-Platten mittlerweile weit verbreitet. Das liegt u.a. auch daran, dass die Platten eine hohe Biegefestigkeit und eine geringe Dickenquellung besitzen. OSB-Platten können eine Dampfbremse ersetzen und werden daher gerne für diffusionsoffene Konstruktionen verwendet. Darüber hinaus werden Regale und Gestelle häufig aus OSB-Platten gefertigt. Auch Sichtfußböden und Möbel aus Grobspanplatten sind wegen deren dekorativer Optik sehr beliebt. OSB-Platten gibt es für verschiedene Anwendungsbereiche. Die DIN EN 300 definiert entsprechend ihren mechanischen Eigenschaften und der relativen Feuchtebeständigkeit folgende OSB-Klassen:

  • OSB/1: Platten für den Innenausbau (einschließlich Möbel) zur Verwendung im Trockenbereich.
  • OSB/2: Platten für tragende Zwecke zur Verwendung im Trockenbereich.
  • OSB/3: Platten für tragende Zwecke zur Verwendung im Feuchtbereich.
  • OSB/4: Hochbelastbare Platten für tragende Zwecke zur Verwendung im Feuchtbereich.