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Die vielseitigen XPS-Hartschaumplatten auf einen Blick

Wie EPS ist auch XPS ein Polystyrol-Hartschaum. Während es sich beim EPS um einen expandierten Schaumstoff handelt, ist XPS ein extrudierter Polystyrol-Hartschaum. Schon rein optisch unterscheiden sich EPS und XPS. Während EPS meist ganz in Weiß daherkommt, leuchten XPS-Dämmplatten in Pastellfarben – ob rosa, grün, blau, lila oder gelb.

Zudem sind beim EPS die einzelnen Partikel (Perlen) genau zu erkennen, XPS hingegen besitzt eine homogene Struktur. Die Herstellung von XPS läuft etwas anders ab, als die von EPS. Das Ausgangsmaterial ist wieder ein Polystyrol-Granulat, das in einem sogenannten Extruder aufgeschmolzen wird. Der homogene und geschlossenzellige Schaumstoff entsteht dann durch Zugabe eines Treibmittels. XPS-Hartschaumplatten besitzen ein breites Anwendungsspektrum, was sicherlich daran liegt, dass XPS hoch druckfest und trotzdem elastisch ist. Zudem ist der Dämmstoff wasserabweisend, unverrottbar und schwerentflammbar. Und gut wärmedämmen tut er natürlich auch.

Prädestiniert ist XPS natürlich für die Perimeterdämmung. Unter der Erde und von großem Druck umgeben, kann der Dämmstoff seine Vorzüge bestens ausspielen. Unter der Bodenplatte muss das XPS zum Beispiel die komplette Last des Gebäudes tragen können. Und auch der Erddruck, der auf die mit XPS verkleidete Kelleraußenwand einwirkt, ist nicht zu unterschätzen. Manche speziellen Perimeterdämmplatten können sogar dauerhaft im Grundwasser stehen, ohne dass sie ihre Dämmwirkung verlieren. Eine Perimeterdämmung aus XPS schützt zugleich eine Bauwerksabdichtung nach DIN 18195 vor mechanischen Beschädigungen. Es gibt sogar XPS-Platten, die mit einer Dränung versehen sind. Diese erfüllen dann drei Aufgaben: Schutz, Wärmedämmung und Dränage. Klassisches Einsatzgebiet von XPS ist auch der Frostschutz. Das fängt bei Straßen und Verkehrswegen an, die so vor Hebungen geschützt werden, und hört bei Bauwerken auf. Dort kommt XPS auch zum Verschließen von Wärmebrücken zum Einsatz, wenn z.B. Betonbauteile in den Außenbereich reichen (was bei Betondecken der Fall ist).

Liegt die Dämmung bei Flachdächern außerhalb der Abdichtung, kommt meist auch XPS zum Einsatz. Die Dachabdichtung wird dadurch vor thermischen und mechanischen Einwirkungen geschützt. Der Fachmann spricht hier von einem Umkehrdach. Gründächern wird oft auch eine Wärmedämmung mit XPS-Hartschaumplatten verpasst. Dadurch wird sichergestellt, dass die Dämmfunktion auch unter härtesten Bedingungen wie dauerhafter Feuchtigkeit bestehen bleibt. Aufgrund ihrer Feuchteunempfindlichkeit und hohen Biegefestigkeit eignen sich XPS-Dämmstoffe auch zur Steildachdämmung und insbesondere für eine zusätzliche Wärmedämmung über den Sparren. So lassen sich die Anforderungen der Energieeinsparverordnung an die Dachdämmung problemlos erfüllen. Großer Vorteil der Aufsparrendämmung ist sicherlich, dass Wärmebrücken von vornherein vermieden werden.

Wenn an die Fußbodenkonstruktion besondere Anforderungen gestellt werden, bietet sich XPS ebenfalls als Dämmmaterial an. Es gibt für dieses Einsatzgebiet Dämmplatten mit differenzierter Druckfestigkeit. Neben der hohen Druckfestigkeit überzeugen die XPS-Platten in diesem Zusammenhang auch mit ihren dauerhaft aufnehmbaren hohen Spannungen und ihrem zähelastischen Verhalten. So können sie dann für die Böden von Kühlhäusern, Büros, Industriehallen oder Werkstätten gleichermaßen verwendet werden. Sandwichplatten sind ebenfalls ein wichtiges Einsatzgebiet von XPS. Sandwich bedeutet in diesem Fall, dass es einen Kern aus XPS und Deckschichten aus Metall, Holz oder Kunststoff gibt. Solche Sandwichelemente kommen insbesondere beim Fassadenbau zur Anwendung. Auch in der Kühlindustrie und dem Fahrzeugbau wird gerne zu solchen Elementen gegriffen.