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Betonstahl – damit der Beton nicht reißt

In den meisten Fällen wird Beton nicht „einfach so“ eingebaut, sondern mit einer Stahleinlage ausgestattet. Beton ist an sich wunderbar, wenn er nur Druckkräfte aufnehmen muss. Sobald jedoch Zugkräfte hinzu kommen, wird es problematisch. Dann reißt der Beton recht schnell.

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Der Betonstahl übernimmt dann die Aufnahme der Zugkräfte. Damit dies geschehen kann, müssen Beton und Stahl einen Verbund eingehen. Betonstabstähle besitzen daher heutzutage immer Querrippen, die sich in den Zementstein „verkrallen“. Früher, als sie noch Armierungseisen oder gar Moniereisen hießen, gab es auch glatte Bewehrungseisen. Neben den Stäben wird die Bewehrung noch als Betonstahlmatte oder als Bewehrungsdraht hergestellt. Die DIN 488 T1 kennt folgende Betonstahlsorten: gerippten Betonstabstahl (BSt 420 S oder BSt 500 S), geschweißte Betonstahlmatten (BSt 500 M) oder profilierten Bewehrungsdraht (BSt 500 P).

Stahl hat die unangenehme Eigenschaft, dass er mit der Zeit rostet. Das darf bei der Verwendung in Beton natürlich nicht sein, da der Stahl dann seinen Aufgaben nicht mehr nachkommen kann. Von Zementstein umgeben, kann die Korrosion beim Stahl allerdings nicht zuschlagen. Beim Betonieren ist daher immer auf eine ausreichende Betonüberdeckung zu achten. Damit der Stahl in der angedachten Position bleibt, müssen deshalb bestimmte Vorkehrungen getroffen werden. So werden zum Beispiel Abstandhalter aus Kunststoff oder Beton verwendet. Auch wird der Stahl mit Drähten so miteinander verbunden, dass er sich beim Betoniervorgang nicht selbständig machen kann. Der Fachmann spricht bei diesem Vorgang von „Rödeln“. Es gibt aber auch Betonstahl, der feuerverzinkt oder mit Epoxid beschichtet ist, da rostet nichts. Neuerdings gibt es sogar eine GFK-Bewehrung, wobei das GFK für Glasfaserkunststoff steht.

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Betonstabstahl ist als warmgewalzter und gerippter Stabstahl in verschiedenen Durchmessern von 6 bis 40 mm und in Längen bis 18 m erhältlich. Er wird für die Einzelstabbewehrung verwendet, zum Beispiel in schmalen Balken oder Pfeilern. Häufig werden die Stahlstäbe zu einem sogenannten Bewehrungskorb zusammengebunden. Solch ein Korb besteht aus Bügeln und Haupttrageisen aus Betonstabstahl. Die Stäbe und Bügel werden mit einem Bindedraht miteinander verbunden. Der Bewehrungskorb bildet dann sozusagen das Gerüst der Stütze oder des Balkens. Wenn eine Hauptbiegerichtung vorliegt, kommt in die Zugzone mehr Eisen, als in die Druckzone. Bei einem liegenden Balken liegt die Zugzone z.B. in der Regel unten, weil er sich nach unten durchbiegt. Bei einer Stütze ist das nicht so eindeutig erkennbar, hier werden die Bewehrungseisen also eher gleichmäßig verteilt. Für die Verteilung der Eisen ist der Statiker bzw. Bauingenieur zuständig. Dieser legt im Bewehrungsplan fest, wo und wie viel Eisen im Bauwerk eingebaut wird. Dem Betonbauer obliegt es dann, die Bewehrung einzubauen.

Für flächige Bauteile wie Decken, Wände oder Bodenplatten werden in der Regel Betonstahlmatten verwendet. Solch eine Matte besteht aus sich kreuzenden Längs- und Querstäben, die miteinander verschweißt sind. Dabei werden Lagermatten und Listenmatten unterschieden. Die Lagermatten besitzen einen festgelegten Stahlquerschnitt und festgelegte Maschenweiten. Es werden Q-Matten und R-Matten unterschieden. Bei Q-Matten übernehmen sowohl die Längs- als auch die Querstäbe statische Aufgaben, sie sind daher für zweiachsig gespannte Bauteile geeignet. Für einachsig gespannte Bauteile werden R-Matten verwendet, hier unterscheiden sich die Querschnitte der Längsstäbe erheblich von denen der Querstäbe. Lagermatten werden auf der Baustelle auf das erforderliche Maß zugeschnitten. Für nicht statische Zwecke gibt es noch die sogenannten N-Matten. Sie werden zum Beispiel verwendet, um bei Estrichen das Schwinden zu minimieren. Bei sog. Listenmatten werden die Abmessungen und der Mattenaufbau vom Anwender vorgegeben. Die Stabdurchmesser sowie die Länge und Breite der Matten werden exakt auf die konstruktiven und statischen Bedürfnisse abgestimmt – sie sind also maßgeschneidert.