Eurobaustoff - Die Fachhndler: StartseiteZur Startseite

Fachhändler in Ihrer Nähe

Rohbau

Vom Keller bis zum Dach:
Fundament, Dach, Fassade & Mauerwerk

Innenausbau

Neubau und Modernisierung:
Bad, Dachausbau, Treppen, Türen & Fenster, Boden/Wand/Decke und mehr..

Außenbereich

Alles für Garten & Landschaft, Garage und Anbauten

Schornsteine für moderne Heizungsanlagen

Ob Gasheizung, Ölheizung oder Pelletheizung – alle diese Heizungsanlagen brauchen einen Schornstein. Doch da sich die Heizungsanlagen dank Brennwerttechnik enorm weiterentwickelt haben, haben sich auch die Schornsteine weiterentwickeln müssen.

©
©

Bei der Brennwerttechnik wird auch die Wärme aus den Abgasen zum Heizen verwendet. Die Abgase sind daher lange nicht mehr so warm wie in früheren Jahren. Das ist natürlich super, allerdings gibt es ein Problem, wenn moderne Brennwertheizungen und alte Schornsteine zusammen verwendet werden sollen.

Alte Schornsteine haben einen größeren Querschnitt, was bei heißen Abgasen kein Problem darstellt. Die Gase gelangen bis nach oben ins Freie, ohne zu kondensieren. Die vergleichsweise kalten Abgase der modernen Heizungsanlagen schlagen sich jedoch an den Schornsteininnenwänden nieder. Und da es sich dabei nicht nur um Wasser, sondern auch um Schadstoffe handelt, wird der Schornstein dadurch geschädigt. Der Fachmann spricht hier von Versottung. Für jeden sichtbar wird die Versottung durch schwarze Flecken an der Wand im Bereich des Schornsteins. In der Praxis wird daher mit dem Austausch der Heizungsanlage meist auch ein kleinerer Schornsteinquerschnitt in den alten Schornstein eingezogen. Und bei Neubauten werden gleich die kleineren Schornsteine realisiert.

Bei den modernen Heizungsanlagen wird zwischen raumluftabhängigen und raumluftunabhängigen Feuerstätten unterschieden. Bei den raumluftabhängigen Feuerstätten nach dem Gleichstrom-Prinzip wird die für die Verbrennung notwendige Luft aus dem Raum gewonnen. Das setzt voraus, dass immer genügend Luftnachschub vorhanden ist. Früher gab es nur solche Feuerstätten, das war auch kein Problem, da die Räume sehr luftdurchlässig waren. Heute (im Zeitalter luftdichter Häuser) findet man daher häufig raumluftunabhängige Feuerstätten nach dem Gegenstrom-Prinzip. Die benötigte Luft wird dabei durch einen Hohlraum zwischen Mantelstein und Keramikrohr des Schornsteins nach unten zur Heizungsanlage gezogen. Diese Methode funktioniert natürlich nur, wenn der Schornstein mindestens zweischalig ist.

Bis ca. 1950 kannte man nur einschalige Schornsteine, die gemauert wurden. Mit der Umstellung von festen Brennstoffen auf Heizöl kamen dann die zweischaligen Schornsteine auf. Das lag vor allem daran, dass die Abgastemperaturen zurückgingen. Solch ein zweischaliger Schornstein besteht aus einem Innenrohr aus Schamotte und einem Außenmantel. Schamotte ist äußerst säurebeständig, was bei den aggressiven Abgasen auch unbedingt nötig ist. Der Außenmantel wiederum ist für die Standfestigkeit des Schornsteins verantwortlich. Die Brandsicherheit gewährleisten beide Bauteile wiederum im Duett.

Moderne Heizungsanlagen verfügen in aller Regel über einen dreischaligen Schornstein. Bei diesem Schornsteintyp ist dann auch noch die Wärmedämmung mit integriert. Diese wird benötigt, damit die eh schon geringen Abgastemperaturen noch weiter abkühlen. Die Abgase müssen auch bei modernen Schornsteinen ohne zu kondensieren über das Dach abgeleitet werden. Ein dreischaliger Schornstein besteht zum Beispiel aus einem Mantelstein, der Dämmung und dem Innenrohr. Der Mantelstein besteht beispielsweise aus Ziegel oder Leichtbeton, während das Innenrohr aus dünnwandiger Keramik gefertigt sein kann. Das Innenrohr ist mit einem Ringspalt umgeben, durch den die Verbrennungsluft geführt und erwärmt wird.

Es gibt aber auch dreischalige Schornsteine aus Edelstahl. Diese doppelwandigen Edelstahl-Schornsteine eignen sich für alle Arten von Brennstoffen von Gas über Heizöl bis hin zu Festbrennstoffen wie Pellets. Schornsteine aus Edelstahl sind in der Regel feuchteunempfindlich – es macht ihnen also nichts aus, wenn die Abgase in ihnen kondensieren. Für den Wärmeschutz sind die Schornsteine mit einer Dämmschicht (z.B. aus Mineralfasern) versehen. Diese verhindert vor allem, dass die Edelstahloberfläche bei Betrieb der Heizung zu heiß wird. Edelstahl-Schornsteine benötigen nur wenig Platz und auch kein Fundament. Sie werden einfach an die Wand geschraubt, das kann auch nachträglich und an der Fassade geschehen.